Keine Details zum ÖGB-Schuldenabbau:
"Sollte ein Euro bleiben, sind wir glücklich"
- Hundstorfer: Mit Verkaufserlös alle Schulden tilgen
- Bayern-Kredit wird nach Closing zurückgezahlt
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Über den genauen Schuldenstand des ÖGB ist auch nach dem Verkauf der BAWAG P.S.K. nichts Näheres bekannt. "Sollte am Ende des Tages ein Euro übrig bleiben, dann sind wir glücklich", sagte der geschäftsführende Präsident Rudolf Hundstorfer. Vorerst gelte es nämlich, durch den Verkaufserlös sämtliche Schulden zu tilgen. Die Finanzierung des ÖGB solle in Zukunft durch Mitgliedsbeiträge erfolgen.
Ein Grundsatz, den man beim Verkauf der BAWAG berücksichtigt habe, sei gewesen, die wirtschaftlichen Probleme des schwer angeschlagenen ÖGB zu lösen, so Hundstorfer weiter. Nun sei es auch in "höchstmöglichem Ausmaß" gelungen, schuldenfrei zu sein. Genauere Angaben wollte der ÖGB-Chef zu diesem Thema nicht machen, da noch ein "Bündel an weiteren Maßnahmen" anstehe. Erste Priorität habe etwa die Rückzahlung des (gestundeten) Kredites der Bayerischen Landesbank (BayernLB) von knapp 400 Mio. Euro. Dies soll sofort nach dem geplanten Closing im Frühjahr 2007 stattfinden.
Den Kaufpreis von 2,6 Mrd. Euro mit zusätzlicher Kapitalaufstockungszusage über 600 Mio. Euro bezeichnete er als "toll". Von der Summe her sei das die größte Bankentransaktion, die je in Österreich statt gefunden habe, sagte Hundstorfer. Die Übernahme der Bank Austria durch die bayerische HypoVereinsbank hatte via Aktientausch (Wert: mehr als 7 Mrd. Euro) stattgefunden.
Weitere Möglichkeiten als die Finanzierung des ÖGB durch Mitgliedsbeiträge gebe es derzeit keine, sagte Hundstorfer gegenüber der APA. Wie hoch die daraus lukrierte Summe allein in diesem Jahr sein wird, konnte er nicht sagen. 2005 waren es knapp 193 Mio. Euro. Auch, ob diese Finanzierungsform erfolgreich sein werde, war sich auch Hundstorfer nicht ganz sicher: "Wir bemühen uns sehr, dass es sich ausgeht." (apa)
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