Neue Köpfe ziehen in BAWAG-Aufsichtsrat:
Ex-Finanzminister Androsch hält Beteiligung
- Mehrere Industriellenfamilien in Cerberus-Konsortium
- Eigentümer: Nowotny soll weiter am Steuer bleiben
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In den Aufsichtsrat der BAWAG P.S.K. werden nach der Finalisierung der Übernahme durch das Konsortium rund um den US-Fonds Cerberus neue Köpfe einziehen: Denn neuer Präsident des Kontrollgremiums wird im Frühjahr 2007 Cerberus-Chef John Snow, bis vor wenigen Monaten US-Finanzminister. Aufsichtsratsmandate bekommen auch die anderen künftigen Miteigentümer: Also der Unternehmer Hannes Androsch als Führer des Industriellen-Konsortiums, Wolfgang Radlegger von Wüstenrot, ein Vertreter der Generali sowie ein Vertreter der Post.
"Ich bin ermächtigt von Cerberus, Ihnen mitzuteilen, dass nach dem Closingzeitpunkt der Aufsichtsrat verstärkt wird", sagte Nowotny bei einer Pressekonferenz. Dies sei ein deutliches Engagement eines starken Eigentümers.
Durch den neuen Eigentümer sei gesichert, dass die BAWAG P.S.K. als unabhängige Bank erhalten bleibe. Dies sei auf fünf Jahre gesichert - im Finanzleben laut Nowotny ein langer Zeitraum.
Mehrere österreichische Aktionäre an Bord
Der amerikanische BAWAG-Käufer Cerberus hat neben Wüstenrot, Generali und Post auch eine Gruppe österreichische Industrieller als Aktionäre mit an Bord: der Ex-Finanzminister und heutige Großunternehmer Hannes Androsch gab bekannt, das dieser Industriellengruppe neben ihm selbst auch der Vorarlberger Fruchtsaftindustrielle Franz Rauch, die Tiroler Familie Marsoner sowie Ex-Wienerberger-Chef Erhard Schaschl angehören.
Wie viel Prozent diese Industriellengruppe erwerben wird, wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Donnerstag war informell die Rede von gemeinsam rund fünf Prozent gewesen.
In der Pressekonferenz in der BAWAG haben die künftigen Eigentümer offiziell gemacht, dass BAWAG-Chef Ewald Nowotny das Steuer weiter in der Hand halten soll.
(apa/red)
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