General-Kollektivvertrag: In 42 Branchen KV-Mindestlohn laut ÖGB unter 1.000 Euro
- In 13 Bereichen Mindestlohn nicht einmal bei 900
- Zeitungszusteller und Skilehrer an unterer Grenze
·SP-VP: Einigkeit der Wirtschaftsverhandler
Nur Privatisierung und Ladenöffnung noch offen
·Eisenbahner erhalten
2,4 % mehr Gehalt
ÖBB-Huber & Haberzettl:
"Verantwortungsbewusst"
Die Koalitionsverhandler von SPÖ und ÖVP haben sich bei ihren jüngsten Verhandlungen auf einen General-Kollektivvertrag mit einem Mindestlohn von 1.000 Euro geeinigt. Nach Angaben des ÖGB gibt es derzeit in 42 Branchen Mindestlöhne unter 1.000 Euro brutto monatlich. In insgesamt 13 Bereichen beträgt der Mindestlohn sogar nicht einmal 900 Euro brutto monatlich.
Am niedrigsten sind dabei die Zeitungszusteller und die Skilehrer mit je 683 Euro eingestuft. Unter 800 Euro gibt es außer diesen beiden Branchen nur die Fußpfleger, Kosmetiker, Masseure mit 721,84 Euro. Knapp über 800 Euro liegt das Bäckergewerbe und das Taxi- und Mietwagengewerbe. Zahlen darüber, wie viele der Arbeitnehmer in diesen Berufen tatsächlich nur nach dem KV bezahlt sind und wie viele doch zumindest über 1.000 Euro verdienen, liegen allerdings keine vor.
Insgesamt gibt es rund 700 Rahmen-Kollektivverträge. Dazu kommen Zusatz-KVs wie beispielsweise ein Betriebs-Zusatz-Kollektivvertrag im Gastgewerbe, so dass insgesamt knapp mehr als 1.000 Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen vorliegen. (apa)
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