Wir sind wieder optimistischer: Österreicher
geben wieder mehr und lieber ihr Geld aus!
- Erstmals seit 1999 neigen wir weniger zum Sparen
·Weiterhin kräftiges Wirtschafts-Wachstum
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Das heurige Jahr hat eine wirtschaftliche Trendwende gebracht: Wirtschaftsoptimismus und Ausgabefreudigkeit sind im Aufwind. Erstmals seit 1999 ging heuer die Sparneigung der Österreicher zurück. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Spectra" halten sich Wirtschaftsoptimisten (22 Prozent) und -pessimisten (20 Prozent) mit einem leichten Vorsprung der positiv Gestimmten die Waage.
Noch im letzten Quartal des Vorjahres 2005 waren 37 Prozent der Österreicher der Meinung gewesen, dass es mit der Wirtschaft abwärts gehen wird. Nur zwölf Prozent glaubten an einen Aufschwung. Ein Jahr später zeigt sich ein völlig anderes Bild: Das positive Klima hat sich um zehn Prozentpunkte erhöht, das negative Klima um 17 Prozentpunkte verringert.
Eine klimatisch günstigere Stimmungslage gab es laut Spectra nur 1994. Die Auswirkungen des positiveren Lebensgefühls sollten sich spürbar im Weihnachtsgeschäft niederschlagen und den "Konjunkturmotor Konsum" 2007 wieder auf Touren bringen , so die Meinungsforscher.
Der zurückhaltende Umgang mit den Finanzen, der seit 1999 anstieg, und ab 2003 ein dreijähriges Plateau erreichte, ist zu Ende. Die Gruppe der sparsamen Österreicher ist seit Anfang 2006 von 50 Prozent auf 44 Prozent zurückgegangen, die ausgabefreudige Bevölkerung ist von 20 Prozent auf 25 Prozent gestiegen.
Allerdings müsse man laut Spectra zur Kenntnis nehmen, dass die Geldbörse zur Zeit immer noch fester sitzt als in manch anderen Jahren. Die Bereitschaft, Geld auszugeben, war im Jahr 1994, in dem der Wirtschaftsoptimismus den Höchststand aufwies, am größten.
Auch der Anteil der Österreicher mit persönlicher Zuversicht ist von Februar bis November 2006 von 54 Prozent auf 61 Prozent gewachsen. Gegenläufig dazu hat sich der sorgenvolle Blick in die Zukunft von 34 Prozent auf 28 Prozent verringert. Verbessert haben sich auch die Erwartungen für den Arbeitsmarkt: Die Vermutung, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten zwölf Monaten zunehmen wird, ist von 54 Prozent auf 34 Prozent zurückgegangen. (APA)
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