"Schnabelholz" wird erweitert: Ausbau des Altach-Stadions kostet 1,5 Millionen Euro
- Mittel von Klub, Gemeinde und Land aufgebracht
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Das Schnabelholz-Stadion, Heimat von Bundesligist Altach, wird um 1,5 Mio. Euro ausgebaut. Das gaben der Vorarlberger Sport-Landesrat Siegi Stemer (V), Klub-Präsident Werner Gunz und der Altacher Bürgermeister Gottfried Brändle auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Verbesserungen betreffen vor allem den Eingangsbereich im Südareal.
In dem massiven Unterbau der Südtribüne des Altacher Stadions sollen WC-Anlagen, Lagerräume, Einrichtungen für das Ticketing, Büros und ein verbessertes Zutrittssystem untergebracht werden. Zudem sind 1.800 Sitzplätze mit Überdachung vorgesehen. Die Finanzierung wird zu je einem Drittel von der Gemeinde Altach, dem Klub und dem Land Vorarlberg getragen. Die Erweiterung sei notwendig, um für Altach "halbwegs brauchbare Bedingungen" für Zuschauer, Sicherheit und Vereins-Management zu schaffen, erklärte der Vorarlberger Sport-Landesrat.
Parallel zu der Einigung in Sachen Stadionausbau habe es Gespräche mit der österreichischen Bundesliga gegeben. Man habe die Ligaauflagen kritisch hinterfragt. "Weil nach unserer Ansicht die Ligaauflagen in einigen Bereichen übertrieben sind, wurde konkret verlangt, die Auflagen im Schnabelholz deutlich zu reduzieren", erläuterte Stemer. Nach seinen Angaben hätte man sonst rund drei Mio. Euro investieren müssen.
Der Altacher Bürgermeister Gottfried Brändle sieht in der Einigung, die noch von der Gemeindevertretung abgesegnet werden muss, ein "Vernunftpaket, das dem SCR Altach eine gute Ausgangsbasis für den erfolgreichen Bestand als Verein sichert". Gunz, dessen Verein auf Platz fünf überwintert, zeigte sich ebenfalls zufrieden. "Mit den bisherigen Rahmenbedingungen wären wir nicht in der Lage gewesen, längerfristig Fußball auf dem heutigen Niveau zu spielen. Wenn bis in drei, vier Jahren eine Landesarena im Rheintal möglich würde, die unsere beim Fußballverband deponierten Vorstellungen erfüllt, sind wir sehr offen", wagte der Klub-Boss einen Blick in die Zukunft.
Ein Landesstadion wird in Vorarlberg seit diesem Sommer intensiv diskutiert. Sport-Landesrat Stemer berichtete, dass eine Machbarkeitsstudie durch ein externes Raumplanungsbüro unter ständiger Einbindung eines Projektteams in Bearbeitung gehe. Doch auch bei optimalem Verlauf könnte die Spielstätte frühestens 2009/2010 verfügbar sein, so Stemer.
(apa)
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