Bei Kollision auf Autobahn: Früherer Schweizer Formel-1-Pilot Regazzoni getötet
- 66-Jähriger stieß mit Lastwagen zusammen
- Teamkollege von Lauda fuhr 132 Grand-Prix-Rennen

Der ehemalige Ferrari-Teamkollege von Niki Lauda und Formel-1-Vizeweltmeister Gianclaudio "Clay" Regazzoni ist bei einem Autounfall in Italien ums Leben gekommen. Der seit einem schweren Unfall auf der Rennstrecke vor 26 Jahren querschnittsgelähmte Schweizer kollidierte auf einer Autobahn nahe Parma mit einem Lastwagen. Nach Angaben der italienischen Nachrichten-Agentur ANSA war der 67-Jährige sofort tot.
Der Mann mit dem mächtigen Schnauzer prägte in den 70er Jahren die Formel 1. 1974 musste er sich lediglich Emerson Fittipaldi im Kampf um die Krone in der Königsklasse des Motorsports geschlagen geben. Fünf Siege, 132 Starts, so die Rennbilanz des Draufgängers und einst als Lebemann bekannten Piloten, der sich seine Renn-Leidenschaft auch durch seinen Unfall beim USA West Grand Prix 1980 in Long Beach, als er mit 280 Stundenkilometern in eine Mauer krachte, nicht nehmen ließ.
Regazzoni nahm 1986 an der damaligen Rallye Paris-Dakar teil. Er arbeitete auch als Sportdirektor bei Alfa Romeo. Mitte der 90er Jahre beteiligte er sich mit auf Handgas umgerüsteten Autos an Lang- und Rundstreckenrennen.
Der Vater zweier erwachsener Töchter startete erst mit 30 Jahren richtig durch. 1970 in den Niederlanden gab Regazzoni sein Formel-1-Debüt. Bei seinem ersten Ferrari-Engagement bekam Regazzoni 1970 den zweiten Fahrerplatz neben dem Belgier Jacky Ickx. In seinem fünften Grand Prix gelang ihm in Monza der erste Sieg. Seine erste Saison beendete er als WM-Dritter. Im selben Jahr sicherte er sich in der Formel-2-Europameisterschaft den Titel. Nach einem kurzen Intermezzo 1973 bei BRM kehrte er wieder zu Ferrari zurück und fuhr in den Jahren 1974, 1975 und 1976 als Lauda-Teamkollege drei Siege ein.
Ferrari, BRM, Ensign Ford (1977 und 1980), Shadow Ford (1978) und Williams Ford (1979) waren seine Stationen. In Silverstone holte Regazzoni den ersten Sieg für das Williams-Team von Frank Williams, der heute noch einen Formel-1-Rennstall besitzt.(apa/red)
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