Nächster Triumph für Österreich Ski-Damen: Götschl gewinnt Reiteralm-Super G vor Hosp
- Schweizerin Martina Schild vor Meissnitzer auf Rang 3
- Weitere vier ÖSV-Girls auf den Plätzen fünf bis acht
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Es ist ein perfekter Lauf der Renate Götschl gewesen, und er hat ein perfektes Ergebnis für Österreichs Ski-Damen im Weltcup-Super-G auf der Reiteralm gekrönt. Die Steirerin gewann mit Riesenvorsprung von 0,71 Sekunden auf die Tirolerin Nicole Hosp und 0,80 auf die Schweizerin Martina Schild, die einen Siebenfachtriumph des rot-weiß-roten Damenteams verhinderte. Für die vierfache Abfahrts-Weltcupsiegerin Götschl war es der 40. Weltcupsieg ihrer Karriere, der 15. im Super G und der zweite in diesem Winter.
Damit hat sich der Erfolgsrun der ÖSV-Girls nach dem Vierfachsieg in der Super-Kombination mit Marlies Schild an der Spitze fortgesetzt. Auf den Rängen vier bis acht landeten Alexandra Meissnitzer, Kathrin Zettel, Marlies Schild, Silvia Berger und Kathrin Wilhelm, sie alle lagen innerhalb von 34/100 Sekunden. Es war der sechste Sieg für die ÖSV-Damen im achten Rennen in diesem Winter.
Götschl: "Es macht riesig Spaß"
Götschl, die nach dem Wechsel zu Atomic nach dem letztjährigen "Seuchenwinter" den Namen "Speed-Queen" wieder zu Recht trägt, war naturgemäß happy. "Daheim der Vierziger, was will man mehr! Das ist wunderschön, das hätt' ich mir nicht träumen lassen", sagte die 31-Jährige, die von der Gasselhöhe-Piste schwärmte: "Es war ein schönes Rennen, es macht riesig Spaß, da runterzufahren."
Spaß hatte auch die zweitplatzierte Nici Hosp, die ihre Führung im Gesamtweltcup ausbaute und derzeit weder sportlich noch vor Ehrgeiz zu bremsen ist: "Zufrieden bin ich erst, wenn ich zweimal hintereinander gewinne." Um dann aber doch anzufügen: "Nein, ich bin sehr zufrieden, ich habe schon gewusst, dass es für den Sieg nicht reichen wird." Meissnitzer hingegen ("Ich bin um nichts schlechter im Super G als die Renate derzeit") erwischte nach Führung im oberen Teil einen Stein und schaffte es nicht auf das Podest: "Schade, dass ich es nicht rübergebracht habe."
Technikerinnen holen immer mehr auf
Die reinen Speedfahrerinnen im österreichischen Team müssen sich langsam dick anziehen, denn die Technikerinnen kommen nun auch in den schnellen Disziplinen mit immer rasanterem Tempo daher. So sagte Berger, die auf Platz sieben kam: "Das Team ist gewaltig. Es wird eng. Da muss ich langsam schauen, dass ich mich gegen die Technikerinnen durchsetze." Und die hielten mehr als nur mit, wie die Topplatzierungen von Hosp (2.), Zettel (5.) und Marlies Schild (6.) zeigten. Nur beim letzten Sprung im unteren Teil holten sich die Speed-Girls noch ein paar Hundertstel oder Zehntel raus, Götschl absolvierte diese Passage vorbildhaft.
Die Schwedin Anja Pärson schaffte es abermals nicht ins Spitzenfeld, sie klassierte sich nur als Zwölfte. Die durch einen Magen-Darm-Virus geschwächte US-Amerikanerin Lindsey Kildow schied aus, ebenso wie die Liechtensteinerin Tina Weirather, die im Kombi-Super-G Zweite geworden war. Zu Sturz kam die Salzburgerin Andrea Fischbacher, sie blieb aber unverletzt.
| Ergebnisse Super G Reiteralm | ||||
| 1. | Renate Götschl | AUT | 1:17,91 | |
| 2. | Nicole Hosp | AUT | 1:18,62 | +0,71 |
| 3. | Martina Schild | SUI | 1:18,71 | +0,80 |
| 4. | Alexandra Meissnitzer | AUT | 1:18,79 | +0,88 |
| 5. | Kathrin Zettel | AUT | 1:18,94 | +1,03 |
| 6. | Marlies Schild | AUT | 1:18,98 | +1,07 |
| 7. | Silvia Berger | AUT | 1:19,04 | +1,13 |
| 8. | Kathrin Wilhelm | AUT | 1:19,13 | +1,22 |
| 9. | Nadia Fanchini | ITA | 1:19,21 | +1,30 |
| 10. | Emily Brydon | CAN | 1:19,22 | +1,31 |
| 11. | Ingrid Jacquemod | FRA | 1:19,42 | +1,51 |
| 12. | Anja Pärson | SWE | 1:19,48 | +1,57 |
| 13. | Kaylin L. Richardson | USA | 1:19,58 | +1,67 |
| 14. | Libby Ludlow | USA | 1:19,61 | +1,70 |
| 15. | Fränzi Aufdenblatten | SUI | 1:19,63 | +1,72 |
| 16. | Lucia Recchia | ITA | 1:19,84 | +1,93 |
| 17. | Genevieve Simard | CAN | 1:19,86 | +1,95 |
| 18. | Julia Mancuso | USA | 1:19,89 | +1,98 |
| Nadia Styger | SUI | 1:19,89 | +1,98 | |
| 20. | Carolina Ruiz-Castillo | ESP | 1:19,96 | +2,05 |
| 21. | Elisabeth Görgl | AUT | 1:20,03 | +2,12 |
| 22. | Chemmy Alcott | GBR | 1:20,06 | +2,15 |
| 23. | Petra Haltmayr | GER | 1:20,11 | +2,20 |
| 24. | Britt Janyk | CAN | 1:20,13 | +2,22 |
| 25. | Sarka Zahrobska | CZE | 1:20,15 | +2,24 |
| 26. | Maria Riesch | GER | 1:20,17 | +2,26 |
| 27. | Anna Ottosson | SWE | 1:20,18 | +2,27 |
| 28. | Fabienne Suter | SUI | 1:20,20 | +2,29 |
| 29. | Jessica Lindell-Vikarby | SWE | 1:20,21 | +2,30 |
| 30. | Tina Maze | SLO | 1:20,26 | +2,35 |
| weiter: | ||||
| 35. | Ingrid Rumpfhuber | AUT | 1:20,72 | +2,81 |
Ausgeschieden u.a.: Andrea Fischbacher, Katja Wirth (beide AUT), Kelly Vanderbeek (CAN), Kirsten L. Clark, Lindsey C. Kildow (beide USA), Sylviane Berthod (SUI), Tina Weirather (LIE)
(apa/red)
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