Nach zweitem Platz in Super-Kombination: Romed Baumann träumt schon von der WM!
- Pum: "Wird uns noch sehr viel Freude bereiten"
- Kostelic im achten Rennen heuer schon achter Sieger

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Ausgerechnet Youngster Romed Baumann hat mit Platz zwei bei der Super-Kombination auf der Reiteralm die stockerllose Zeit der ÖSV-Herren beendet. "Dieser Bursche wird uns noch sehr viel Freude bereiten", versicherte ÖSV-Alpinchef Hans Pum über den 20-jährigen Allrounder aus Hochfilzen. Der zweifache Junioren-Weltmeister (Abfahrt 2004 und Kombination 2006) träumt nun von seiner WM-Premiere bei den "Großen" im Februar in Schweden: "Da wäre ich sehr gerne in der Super-Kombi am Start."
Bevor der Weltcup nun nach Italien übersiedelt, nahm sich Pum auch die Kritiker zur Brust. "Wenn jemand von einer Krise gesprochen hat, dann weiß er nicht, was eine wirkliche Krise ist. Aber so eine Kritik berührt mich sehr wenig, denn ich weiß, wie stark unsere Mannschaft ist und wie schnell solche Ergebnisse zu Stande kommen können."
Bereits bei seinem ersten Weltcup-Auftritt im März 2004 beim Abfahrts-Weltcup-Finale in Sestriere hatte der damalige Junioren-Weltmeister Baumann für Aufsehen gesorgt. "Gleich beim ersten Training hab ich einen Besichtigungsfehler gemacht und bin beim ersten Sprung zehn Meter weiter als alle anderen gesegelt. Hans Knauß hat das vom Lift aus gesehen und danach zu mir gemeint: 'So jung und will schon sein Leben wegschmeißen'."
Die Abfahrt gibt dem Absolventen des Sport-Gymnasiums Saalfelden auch "den besonderen Kick und Nervenkitzel", deshalb nennt Baumann die Königsdisziplin auch als seinen Lieblingsbewerb. Eine Spezialisierung auf eine Disziplin kam für den Tiroler, dessen Eltern sich bei der Namenswahl beim Heiligen Romedius bedient haben, aber nicht in Frage. "Denn ich habe nie in einer Disziplin wirklich geschwächelt." Als erste Bezugsperson im ÖSV-Trainerteam fungiert der seit Sommer wieder für die Österreicher arbeitende Steirer Burkhard Schaffer.
Mit Ivica Kostelic gab es im achten Saisonrennen den achten Sieger aus dem achten Land. Ein nicht nur für den Kroaten bemerkenswertes und erfreuliches Kuriosum. "Umso mehr Sieger und neue Typen, desto besser. Wenn ein Sport Überraschungen bietet, dann ist er für die Leute interessanter", so Kostelic, der zuletzt im Dezember 2003 (Slalom in Madonna) im Weltcup gewonnen hatte. "Ich dachte schon, dass ich nie wieder gewinnen werde", war der Slalom-Weltmeister 2003 erleichtert.
Nach dem Sieg gab es telefonische Gratulationen von seiner Schwester Janica, die sich ja derzeit ein "Timeout" gönnt. Ivica berichtete, dass die dreifache Gesamt-Weltcup-Siegerin derzeit ihr Leben in vollen Zügen genießt. Die 24-Jährige lebt mit ihrem Freund an der Küste in Rijeka und machte zuletzt ein Monat Urlaub auf Sizilien.
Ob und wann sie in den Weltcup zurückkehrt, kann auch ihr Bruder nur schwer abschätzen. "Ich glaube, dass sie dem Damen-Weltcup sehr fehlt. Er ist ohne sie nicht mehr dasselbe. Vielleicht gibt sie in der nächsten Saison ihr Comeback, ich weiß es aber nicht."
(apa/red)
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