Ein neuer Star der Skisprung-Szene: Gregor
Schlierenzauer feierte schon 2. Weltcupsieg
- 140,5-m-Flug fixiert Triumph bei Bewerb in Engelberg
- 16-Jähriger mit zweitem Sieg im 4. Weltcup-Springen

·Skispringen - der
Kult ist wieder online!
Aber Vorsicht: Finger-
spitzengefühl erforderlich!
Österreichs Skisprung-Shootingstar Gregor Schlierenzauer hat im ersten von zwei Weltcup-Bewerben in Engelberg zum zweiten Mal zugeschlagen. Nach seinem Premierenerfolg in Lillehammer am 3. Dezember verwies der 16-jährige Tiroler (269,2 Pkt.), der im zweiten Durchgang mit einem Flug auf 140,5 Meter den Schanzenrekord nur um 0,5 m verpasste und vom sechsten auf den ersten Platz vorstieß, den norwegischen Halbzeit-Führenden Anders Jacobsen (263,3) und den Polen Adam Malysz (253,6) auf die Plätze. Der Schweizer Simon Ammann (253,2) wurde Vierter und führt im Gesamtweltcup nun vor Schlierenzauer.
Aus österreichischer Sicht überaus erfreulich war aber nicht nur Schlierenzauers zweiter Sieg in seinem insgesamt vierten Weltcupspringen, sondern auch das mannschaftlich hervorragende Ergebnis mit nicht weniger als sechs ÖSV-Springern unter den Top-13. Andreas Kofler belegte Rang sechs, Wolfgang Loitzl und Thomas Morgenstern folgten auf den Plätzen neun und zehn. Martin Höllwarth (12.) und Martin Koch (13.) landeten auf der letzten Weltcup-Station vor der am 29. Dezember in Oberstdorf beginnende Vierschanzen-Tournee ebenfalls im erweiterten Spitzenfeld.
Schlierenzauer, der damit im Gesamt-Weltcup hinter dem Schweizer Simon Ammann (280) mit nur 30 Punkten Rückstand bereits an die zweite Stelle vorrückte, überraschte diesmal sogar seinen Cheftrainer Alexander Pointner. "Nach einer Woche Grippe direkt aus dem Bett in den Wettkampf zu gehen und im Finale bis auf einen halben Meter an den Schanzenrekord zu springen, zeugt von einem unwahrscheinlichen Körpergefühl", war Pointner beinahe sprachlos und fügte hinzu: "Unglaublich, was er für eine Kaltschnäuzigkeit an den Tag gelegt hat."
Der Tiroler zeigte sich aber nicht nur wegen des Triumphes seines engeren Landsmanns mehr als zufrieden. "Wir haben in den vergangenen zwei Wochen seit Lillehammer sehr viel und hart gearbeitet", erklärte Pointner die mannschaftlich geschlossene Leistung seiner Truppe, aus der sich nur Manuel Fettner (35. nach 1. DG) und Routinier Andreas Widhölzl (49.) nicht fürs Finale qualifiziert hatten. "So ein Überflieger wie Gregor hat nämlich auch eine Kehrseite. Das kann für die anderen sehr motivierend, aber unter Umständen auch lähmend sein. Ich bin daher sehr froh, dass es sich positiv ausgewirkt hat."
| Weltcup-Ergebnisse Engelberg | |||
| 1. | Gregor Schlierenzauer | AUT | 269,2 (131,0/140,5) |
| 2. | Anders Jacobsen | NOR | 263,3 (137,0/129,0) |
| 3. | Adam Malysz | POL | 253,6 (128,0/134,0) |
| 4. | Simon Ammann | SUI | 253,2 (135,5/126,0) |
| 5. | Andreas Küttel | SUI | 249,6 (129,5/130,0) |
| 6. | Andreas Kofler | AUT | 246,8 (129,0/129,5) |
| 7. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 243,2 (126,5/132,5) |
| 8. | Björn Einar Romören | NOR | 239,0 (128,5/126,5) |
| 9. | Wolfgang Loitzl | AUT | 236,4 (126,0/127,0) |
| 10. | Thomas Morgenstern | AUT | 236,3 (128,0/125,5) |
| 11. | Arttu Lappi | FIN | 235,5 (127,5/125,0) |
| 12. | Martin Höllwarth | AUT | 235,4 (130,5/122,5) |
| 13. | Martin Koch | AUT | 235,2 (124,5/129,5) |
| 14. | Jakub Janda | CZE | 234,8 (130,0/121,0) |
| 15. | Martin Schmitt | GER | 232,5 (126,5/126,0) |
| 16. | Matti Hautamäki | FIN | 228,0 (127,0/123,0) |
| 17. | Michael Uhrmann | GER | 227,6 (128,0/121,5) |
| 18. | Jörg Ritzerfeld | GER | 226,1 (124,0/125,5) |
| . | Rok Benkovic | SLO | 226,1 (124,5/125,0) |
| 20. | Robert Kranjec | SLO | 225,8 (126,5/122,0) |
| 21. | Janne Ahonen | FIN | 222,4 (125,0/123,0) |
| 22. | Jan Matura | CZE | 222,1 (126,0/121,0) |
| 23. | Veli-Matti Lindström | FIN | 220,9 (124,0/124,0) |
| 24. | Janne Happonen | FIN | 219,5 (128,0/117,0) |
| 25. | Denis Kornilow | RUS | 214,5 (122,5/120,0) |
| 26. | Yong Jik Choi | KOR | 213,1 (123,5/118,5) |
| 27. | Roar Ljökelsöy | NOR | 210,8 (122,0/119,0) |
| 28. | Michael Möllinger | SUI | 210,6 (123,5/118,5) |
| 29. | Anders Bardal | NOR | 210,2 (123,0/118,5) |
| 30. | Roman Koudelka | CZE | 207,5 (124,0/116,0) |
| weiter (und im 1. Durchgang out): | |||
| 35. | Manuel Fettner | AUT | 105,7 (121,5) |
| 49. | Andreas Widhölzl | AUT | 87,6 (112,0) |
(apa)
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