Donnerstag, 14. Dezember 2006

Keine rotweißroten Erfolge in Volleyball-CL: hotVolleys und Tirol haben nichts zu jubeln

  • Wiener verlieren Krimi gegen Roeselare mit 2:3
  • Hypo Tirol geht gegen Podgorica mit 0:3 unter

Ein wahres Champions-League-Drama hat für Österreichs Volleyball-Vizemeister Aon hotVolleys ein bitteres Ende genommen. Gegen den belgischen Meister Roeselare verloren die Wiener im Budo-Center nur knapp mit 2:3 (22,-23,-21,28,-12). Damit wurde die Negativ-Serie prolongiert, nach der die hotVolleys in Heimspielen gegen Teams aus Belgien noch keinen einzigen Sieg zu verzeichnen haben.

Diesmal war der Erfolg zum Greifen nahe. Nach starkem Beginn entschieden die Gäste den ersten Durchgang für sich. Dann legte Roeselare allerdings zu und gewann die Sätze zwei und drei. Dramatisch war dann der Spielverlauf im vierten Satz. Nach mehreren abgewehrten Matchbällen bewies die Truppe von Neo-Trainer Claudio Cuello Nervenstärke und brachte die Partie nach dem 30:28 in den entscheidenden fünften Satz.

Neuzugang Ricardo erwies sich dabei als Motivationskünstler und war mit 19 Punkten auch bester Scorer der Gastgeber. Im Entscheidungsdurchgang rächten sich Probleme in Angriff trotz starker Annahme-Leistungen und die Belgier gingen schließlich als Sieger vom Platz.

Mittelblocker Ralph Bergmann sah es relativ gelassen. "Wir haben sehr gut angefangen, dann im zweiten Satz aber an Druck verloren, dafür hat Roeselare dann druckvoller gespielt. Schade, dass wir die Möglichkeit nicht wahrgenommen haben", meinte der deutsche Nationalspieler. Am kommenden Mittwoch (18:00 Uhr) sind die hotVolleys in der CL bei Belchatow in Polen zu Gast. "An der Motivation und unserem Willen wird es sicher nicht scheitern", meinte Libero Thomas Kröger zuversichtlich.

Tirol geht gegen Podgorica unter
Auch Österreichs Volleyball-Meister Hypo Tirol hat ein weiteres Spiel in der Champions League verloren. Gegen Buducnost Podgorica unterlagen die Tiroler mit 0:3 (18,22,19). Nur zu Beginn der Sätze hielt Hypo jeweils mit, die entscheidenden Punkte holten dann allerdings die montenegrinischen Gastgeber.

"Leider sind wir im Moment noch nicht so weit. Wir werden derzeit unter unserem Wert geschlagen", meinte Hypo-Sportdirektor Stefan Chrtiansky. Vor allem mit dem Service machte die Truppe von Trainer Pietro Scarduzio zu wenig Druck. Dazu passierten bei Annahme und Angriff zu viele Fehler.

Tirol rangiert nach nur einem Sieg in bisher vier Spielen nun an letzter Stelle der CL-Gruppe A. Schon in einer Woche steht der nächste Auftritt in der europäischen Eliteliga an. In der Innsbrucker USI-Halle empfängt Hypo am Mittwoch (20:15 Uhr, live ORF Sport plus) das französische Team Tours VB.

(apa/red)

14.12.2006 09:40