300 Menschen bei Kundgebung: Gedenken an über 200 tote Journalisten in Moskau
- Beschäftigten sich mit Korruptionsfällen in Russland
- PLUS: Großdemonstration gegen Putins Politik

Bis zu dreihundert Menschen haben sich in Moskau zum Gedenken an die rund 200 in den vergangenen Jahren in Russland getöteten Journalisten versammelt. Erst am Samstag hatten unter massivem Polizeiaufgebot rund zweitausend Menschen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin demonstriert.
Die unabhängige Russische Journalistenunion hatte zu der Versammlung für die 211 Journalisten, die in den vergangenen 15 Jahren in Russland umkamen, aufgerufen. Auf einem Platz im Zentrum der Hauptstadt wurden die Namen der Getöteten und ihre Todesorte verlesen.
"Viele Journalisten auf der Liste beschäftigten sich mit Korruptionsfällen", sagte Swetlana Swistunowa vom Radiosender Majak. Auf den Transparenten der Demonstranten war auch ein Foto der erst kürzlich ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja zu sehen.
(apa/red)
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