Chávez bestreitet Berichte über "nahen Tod" von Castro: "Fidel hat keinen Krebs"
- Führe aber einen "großen Kampf" gegen Krankheit
- US-Geheimdienste: "Er wird nicht mehr lange sein"

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Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez ist Berichten entgegengetreten, wonach der kranke kubanische Präsident Fidel Castro dem Tode nahe sein soll. "Fidel hat keinen Krebs (...) Er ist guten Mutes. Wir sind zuversichtlich, dass aus den 80 (Lebens- )Jahren noch 90 oder 100 werden", sagte der Linksnationalist und USA- Gegner in Caracas.
Der Altrevolutionär führe aber einen "großen Kampf" gegen eine ernste Krankheit, fügte der als enger Freund Castros bekannte Chávez hinzu. Die herrschende Kommunistische Partei Kubas berichtete unterdessen am Samstag erstmals seit eineinhalb Wochen wieder über Aktivitäten Castros. Das offizielle KP-Sprachrohr "Grandma" meldete, der erkrankte Staatschef habe sich telefonisch zu einer Gremiensitzung zuschalten lassen.
Die Teilnehmer hätten die Worte Castros mit Applaus quittiert. Castro ist seit einer Darmoperation Ende Juli nicht mehr öffentlich aufgetreten und hatte damals die Regierungsgeschäfte vorübergehend seinem Bruder Raul übertragen.
Chávez sagte, er habe gerade erst kürzlich mit seinem Freund Castro zwei Mal telefoniert. Der kubanische "Revolutionsführer" habe dabei auch Handelsfragen und die regionale Integration erörtern wollen. Chávez versicherte, er sei einer der wenigen, die ständig über den Gesundheitszustand Castros informiert würden.
Nach Einschätzung der US-Geheimdienste ist Castro allerdings dem Tode nahe. Er werde schon bald seiner Krankheit erliegen, sagte der US-Geheimdienstdirektor John Negroponte in einem Interview mit der "Washington Post". "Alles, was wir beobachten, lässt uns darauf schließen, dass er nicht mehr lange sein wird ... weder Monate noch Jahre." Negroponte ist in der Regierung von Präsident George W. Bush für die Aufsicht über die Geheimdienste zuständig.
Castro (80) hatte die Regierungsgeschäfte im Juli an seinen jüngeren Bruder Raúl übergeben, bevor er wegen einer nicht näher benannten Magenkrankheit operiert wurde. Seither hat sich Fidel Castro nur wenige Male in der Öffentlichkeit gezeigt. Über seinen Gesundheitszustand ist offiziell nichts näheres bekannt. Castro ist auf dem Inselstaat seit 47 Jahren an der Macht.
(apa/red)
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