Test für Beliebtheit von Ahmadinejad: Millionen Iraner waren zur Wahl aufgerufen
- Kommunal- und Expertenratswahl an einem Tag
- Votum in Teheran wird Symbolkraft nachgesagt
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Die Iraner haben die Stadt- und Gemeinderäte neu gewählt und ihr Votum zur Besetzung des Expertenrates abgegeben. Die Doppelwahl gilt als Test für die Beliebtheit von Präsident Mahmoud Ahmadinejad. Große Symbolkraft hat vor allem das Votum in der iranischen Hauptstadt Teheran. Ahmadinejad war vor seinem Aufstieg zum Staatschef Teheraner Bürgermeister.
Für die gemäßigten, reformorientierten Kräfte könnte die Wahl die Chance sein, nach einer langen Serie von Niederlagen wieder Fuß zu fassen. In Teheran traten Fundamentalisten auf zwei Listen gegen eine Liste mit Reformpolitikern an. Erste Ergebnisse werden für Sonntag erwartet.
Das geistliche Oberhaupt der Iraner, Ayatollah Ali Khamenei, meinte bei seiner Stimmabgabe in Teheran: "Indem ich wähle, gehe ich meinen religiösen und revolutionären Pflichten nach." Ahmadinejad sagte nach seiner Stimmabgabe in einem Wahlbüro in einem östlichen Arbeiter-Bezirk Teherans: "Ich bin sicher, dass das iranische Volk der Welt heute seine Würde und Größe zeigen wird." Wahlhelfer sprachen von einer hohen Wahlbeteiligung.
Vorhersagen über den Ausgang der Wahl waren schwierig, da im Iran keine verlässlichen Umfragen durchgeführt werden. Allerdings galten Gewinne für die seit ihrem Machtverlust zerstrittenen Reformkräfte als relativ unwahrscheinlich. Immerhin schafften sie es, in Teheran und einigen anderen großen Städten gemeinsame Listen aufzustellen. Landesweit waren etwa 100.000 Sitze in den Stadt- und Gemeinderäten zu vergeben.
Im 86-köpfigen Expertenrat, der den Geistlichen Führer wählen und auch absetzen kann, werden die religiösen Fundamentalisten voraussichtlich in der Mehrheit bleiben. Dafür sorgte die Vorauswahl der mehr als 160 zugelassenen Kandidaten durch ein anderes mächtiges Gremium, den Wächterrat.(apa)
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