Funktionäre und Studenten festgenommen: Ägypten macht jetzt ernst gegen Islamisten
- Polizei spricht von der 'Störung des sozialen Friedens'
Die ägyptische Polizei hat mehrere führende Funktionäre der Muslimbruderschaft sowie 180 Studenten, die der Islamistenbewegung angehören, festgenommen. Die Festgenommenen sollen Propagandamaterial verteilt haben, ihnen wird daher "Störung des sozialen Friedens" vorgeworfen. Unter den Festgenommenen ist auch die Nummer drei in der Hierarchie der Bruderschaft, Kheirat al- Shatir.
Ein Studentenführer der Bewegung sagte, die Polizei habe die Funktionäre nicht bei einer Versammlung festgenommen, sondern einzeln in ihren Wohnungen. Die Studenten seien größtenteils aus einem Studentenwohnheim der islamischen Al-Azhar-Universität abgeführt worden.
Zuletzt hatten arabische Presseberichte für Unruhe gesorgt, in denen von Studenten die Rede war, die zur Muslimbruderschaft gehören und sich an einer Art Kampftraining beteiligen. Die Führungsspitze der Bewegung, die über 88 der 444 Sitze im ägyptischen Parlament verfügt, wiegelte jedoch ab. Die jungen Männer hätten lediglich für Aufführungen geübt, bei denen sie palästinensische Widerstandskämpfer hätten darstellen sollen. (apa)
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