"Partnerschaft für den Frieden": Serbien, Montenegro & Bosnien kooperieren mit NATO
- Tadic: "Erster Schritt" auf Weg zur Mitgliedschaft
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Reaktion aus Wien: Kein Interesse an Beteiligung
·Minimalkompromiss beendet NATO-Gipfel
Mehr Kräfte und Mittel für internationale Truppen
Die ehemaligen jugoslawischen Republiken Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina sind näher an die NATO herangerückt. Das transatlantische Bündnis nahm sie in ihr Programm "Partnerschaft für den Frieden" auf. Der serbische Präsident Tadic sprach nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär de Hoop Scheffer von einem "ersten Schritt" auf dem Weg zur Mitgliedschaft.
Die Staats- und Regierungschefs der NATO hatten auf ihrem Gipfel in Riga im November beschlossen, Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina in das Programm aufzunehmen. Ziel ist es, alle sechs ehemaligen jugoslawischen Republiken in eine gemeinsame Allianz einzubinden, um Spannungen zu entschärfen. Slowenien ist bereits NATO-Mitglied, 2008 sollen auch Kroatien und Mazedonien in das Partnerschaftsprogramm aufgenommen werden. Ein weiterer Kandidat ist Albanien.
Gegen die Aufnahme Serbiens waren in Riga Bedenken wegen mangelhafter Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag formuliert worden. Andererseits wurde befürchtet, dass eine Isolierung Belgrads nationalistischen Tendenzen zu einer Zeit Auftrieb geben könnte, in der die Verhandlungen über die Zukunft der serbischen Provinz Kosovo in eine entscheidende Phase treten. (apa)
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