Ungarischer Lebensmittelskandal: Ermittlung gegen "unbekannt" läuft bereits
- Eventuell nicht genehmigte Außenhandelstätigkeit
- Mehrheit in M.E.G.A. Trade Lagern aus Deutschland

·Lebensmittelskandal in Ungarn aufgeflogen
Österreich vom Skandal offenbar nicht betroffen
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Lebensmittelkontrolleure machten grausigen Fund
Im ungarischen Lebensmittelskandal läuft bisher keine Fahndung nach dem österreichischen Eigentümer der M.E.G.A. Trade GmbH, sondern nach wie vor ein Ermittlungsverfahren gegen "unbekannt", so eine Sprecherin der Pester Polizei zur APA. Außerdem hat die Polizei auch noch ein Verfahren wegen einer vermuteten nicht genehmigten Außenhandelstätigkeit eingeleitet.
Wie Zsuzsa Lukacsi erklärte, hätte die Polizei nicht nur wegen des Verdachts des Vertriebs verfallener Lebensmittel ein Verfahren eingeleitet, sondern auch zur Aufklärung der Umstände einer vermutlich nicht genehmigten Außenhandelstätigkeit. Die Tätigkeit der M.E.G.A. Trade, die zu 90 Prozent dem Österreicher Stefan Fischer gehört, wird von einer Spezialeinheit untersucht. Fischer hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen und unter anderem erklärt, dass er eine Druck- und Etikettiermaschine nur dazu verwende, "die bestehenden Daten von der in der österreichischen Schreibweise gängigen Datierung also bspw. von 10.02.2007 auf die in Ungarn gängige 2007-02-10" zu ändern, sowie die deutschen Etiketten übersetzen lasse.
Mehrheit der Waren stammt aus Deutschland
Derzeit werden Lagerarbeiter und Frächter einvernommen. Im Rahmen des Rechtshilfeabkommens ersuchte Ungarn die deutschen Behörden um Informationen, da die Mehrheit der in den Lagern der M.E.G.A. Trade beschlagnahmten Waren aus Deutschland stammten, berichtete die Tageszeitung "Nepszabadsag".
Fall betrifft bereits mehrere ungarische Komitate
Damit will die Polizei klären, welche Informationen die Käufer über die deutschen Lebensmittel erhielten - etwa ob die angeblich verfallenen Waren zum Zweck der Vernichtung oder zur Verarbeitung zu Viehfutter gekauft oder die Kunden selbst hinsichtlich der Qualität irregeführt wurden. Die Nationale Fahndungsbehörde hat unterdessen den Fall übernommen, da dieser bereits mehrere ungarische Komitate betreffe.
(apa/red)
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