Probebohrungen bei Nordost-Umfahrung laufen: Keine Behinderungen in der Lobau
- Abkommen mit Umweltschützern wird eingehalten
- Untergrund für geplanten S1-Tunnel wird erkundet
Nach der Einigung mit den Umweltschützern hat die Autobahngesellschaft Asfinag die Probebohrungen in der Wiener Lobau gestartet. "Die ersten vier Meter sind gebohrt", berichtete Christian Honeger, der für die Nordost-Umfahrung (S1) zuständige Projektleiter. Bei dem Bohrloch im Süden des Nationalparks sei es nach Angaben seiner Geologen zu keinen Behinderungen gekommen.
Neben dem nun Begonnenen beim Ölhafen sei ein zweiter Bohrpunkt in Vorbereitung. Auch dort werde man in Kürze starten. Zuvor hatte sich Honeger persönlich ein Bild von der Lage in der Au gemacht: "Ich war heute Früh draußen. Es ist alles geräumt, alle Bohrpunkte sind frei." Bereits am Montagabend hätten die Öko-Aktivisten nach Angaben der beauftragten Sicherheitsfirma ihre Zelte bei den geplanten Bohrlöchern im Nationalpark entfernt. Auch die Zufahrten in die Au seien frei.
Mit den Arbeiten im Nationalpark will die Asfinag den Untergrund erkunden und damit Vorbereitungen für den S1-Tunnel unter der Lobau treffen. Bisher hatten Umweltschützer dies verhindert. Jetzt wurde eine Einigung bekannt gegeben. Die Aktivisten ziehen ab, dafür gibt es einen Runden Tisch zur Verkehrsproblematik. Die Stadt Wien und die Asfinag verzichten zudem auf Klagen und Schadenersatzforderungen.
(apa/red)
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