Stress lass nach: Weihnachts-Burn-Out als Gefahr in der letzten Woche vor dem Fest!
- Experte warnt vor "Mainstream des Geschenkewahns"
- Stress der Menschen ist aber meist hausgemacht
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Eine Woche vor Weihnachten erreicht die Jagd nach den Geschenken seinen Höhepunkt. Hinzu kommen Einladungen zum Punschtrinken und Weihnachtsfeiern. Um dem so genannten Weihnachts-Burn-Out nicht gefährlich nahe zu kommen, sollte man rechtzeitig die Notbremse ziehen, rät der Psychologe Dr. Cornel Binder-Krieglstein im APA-Gespräch. "Die Leute müssen in sich hineinhören, um nicht auf den Mainstream des Geschenkewahns hereinzufallen."
Denn für das Fest muss man auf Knopfdruck kreativ sein und steht unter einem enormen Zeitdruck. "Und der Geschenke-Hype hat sich in den vergangenen Jahren zugespitzt", glaubt Binder-Krieglstein. Die Präsente werden immer toller und teurer. "Ein normales Geschenk ist da schon eine Beleidigung." Leider gehe der Trend in der Gesellschaft dazu, leistungsstark sein zu müssen. "Und das wirkt sich auch auf die Weihnachtsgeschenke aus." Der Stress der Menschen vor dem Fest sei dadurch meist hausgemacht. Und das sei die beste Grundlage fürs Burn-Out.
Bereits lange Zeit vorm Fest, am besten schon ein Jahr zuvor, sollte man sich klar werden: "Was ist mein Ziel, damit ich mich zu Weihnachten wohl fühle", rät der Experte. "Bereits 2005 mache ich eine Checkliste, um für das Fest 2006 diesen Stresslevel gar nicht erst zu erreichen."
Dabei müssten die Leuten nur mehr zu sich stehen und bewusst weniger schenken. "Denn mache ich statt 17 Leuten nur fünf eine Freude, ist das ein wesentlicher Unterschied", meint Binder-Krieglstein. Und: "Ist es wirklich wert, sich so viele Gedanken zu machen, wie der Christbaum aussieht?" In Amerika etwa geht der Trend dazu, den Lieben auf selbstbebastelten Karten so genannte Jahresberichte zu schreiben und ihnen auf diesem Weg zu danken. "Das würde sich ordentlich auf die Rush Hour auf dem Weg zum Fest auswirken."
Um von der stressigen Zeit wieder "runterzukommen", dafür gebe es kein Patentrezept, meint Binder-Krieglstein. "Es kommt immer darauf an, auf welchen Stresslevel ich mich befinde." Für die einen ist ein Abend im "Patschenkino" oder ein heißes Bad erholsam. "Aber bin ich schon so in einer Angespannheit, dass Hormone ausgeschüttet werden, der Puls und der Blutdruck hoch ist, hat es wenig Sinn, sich hinzulegen", so der Fachmann. Diesen Menschen rät Binder-Krieglstein eine leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Nordic Walken, um die Stresshormone abzubauen.
"Man sollte sich wieder darauf besinnen, was Weihnachten wirklich heißt", meint der Psychologe. "Denn stellen sie sich vor es ist Weihnachtsstress und keiner geht hin." (apa/red)
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