Die Gefahr kommt auf leisen Sohlen: Bluthochdruck ist schon fast Volkskrankheit!
- Prävention und Therapie können den Druck senken
- Regelmäßiger Selbstcheck mit Messgeräten wichtig

Wer nichts spürt, der neigt leicht dazu, bestehende Gefahr zu unterschätzen. Doch genau darin liegt die Tücke, wenn es um Bluthochdruck geht. Denn das als Hypertonie bezeichnete Gesundheitsproblem bleibt häufig lange Zeit ohne merkbare Symptome. Eine im Stillen tickende Zeitbombe, die Herzinfarkt, Schlaganfall, Niervenversagen und Impotenz auslösen kann.
Rund ein Fünftel der Bevölkerung weist zu hohe Blutdruckwerte auf, bei Menschen über 50 ist gar jeder Zweite betroffen. Der Wiener Internist Siegfried Meryn warnt: "Nicht umsonst nennt man Hypertonie in den USA 'silent killer'. Gut 30 bis 40 Prozent der Betroffenen wissen gar nicht, in welcher Gefahr sie schweben."
Was zu viel ist
Es ist wichtig, auch Risikofaktoren wie Übergewicht, Blutzucker und Blutfettwerte genau zu prüfen und gegebenenfalls mitzubehandeln. In jdem Fall ist regelmäßige Kontrolle der Blutdruckwerte wichtig. Ein Wert von 120 zu 80 gilt als ideal, 120/129 zu 80/84 als normal, Werte von über 140 zu 90 sind jedoch bereits Hochdruckstadium eins und solche von über 180 zu 110 bedrohliches Stadium zwei.
Therapien
Die richtige medikamentöse Einstellung bei Hypertonie bedarf der Geduld. Oft dauert es Monate, bis eine Therapie gefunden wird, auf die der Patient anspricht. Manche Medikamente zur Blutdrucksenkung stellen die Gefäße weit, manche führen zur einer vermehrten Ausscheidung über die Nieren, und wiederum andere verlangsamen den Puls. Oft genügt ein Medikament nicht, und der Arzt sollte ein zweites aussuchen, das gut zu dem ersten Medikament passt.
Mehr dazu im NEWS LEBEN 12/2006, plus Blutdruck-Check!
