Orientierung am Erdmagnetfeld: Fleder-
mäuse besitzen einen "inneren Kompass"
- Normalerweise benutzen Fledermäuse Echolotsystem
- Magnetfeldorientierung kann "ausgeschalten" werden

Die Große Braune Fledermaus orientieret sich auch am Erdmagnetfeld und nicht nur durch ein Echolotsystem. Dies bewies eine internationale Forschergruppe der Princton-Universität. Allerdings können die Tiere diese Magnetfeldorierntierung auch ausschalten und auf eine "innere Landkarte" zurückgreifen, falls notwendig.
Das berichtet eine internationale Forschergruppe um Richard Holland von der Princeton-Universität in New Jersey (USA) in der Fachzeitschrift "Nature".
Wahrnehmung der Magnetfelder noch nicht geklärt
Zur Orientierung im Nahbereich benutzen die meisten Fledermausarten ein Echolotsystem. Bisher war nicht im Detail bekannt, wie die nachtaktiven Tiere auf längeren Strecken navigieren. Auf welche Weise die nun untersuchten Tiere Magnetfelder wahrnehmen, erklären die Wissenschaftler nicht.
Magnetfelder verdreht
Die Forscher setzten zwei Gruppen von Fledermäusen der Art Eptesicus fuscus bei Sonnenuntergang für eineinhalb Stunden einem veränderten Magnetfeld aus. Bezogen auf den magnetischen Nordpol wurde das Feld einmal um 90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht, im zweiten Fall um 90 Grad dagegen.
Tiere machten sich versetzt auf Heimweg
Dann ließen Holland und seine Kollegen die Tiere 20 Kilometer nördlich ihres Schlafplatzes frei und verfolgten ihre Flugroute. Tatsächlich machten sich die Fledermäuse - je nach vorheriger Manipulation - um etwa 90 Grad nach Osten oder Westen versetzt auf dem Heimweg.
Trotzdem: Fledermäuse fanden zurück
Einige Tiere fanden trotzdem noch im Laufe derselben Nacht zu ihrem Schlafplatz zurück, berichten die Forscher. Das zeige, dass die magnetische Orientierung auch außer Kraft gesetzt werden könne und die Tiere dann wohl auf eine "interne Landkarte" zurückgriffen.
(apa/red)
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