Donnerstag, 7. Dezember 2006

Alfred Worm enthüllt: So "krank" ist Helmut
Elsner - Ex-Bawag-Chef "voll transportfähig"

  • Gutachter: "Überstellung ohne Gefährdung möglich"
  • Transport nach Wien im Ambulanzjet ungefährlich

Neue Aufregung um Helmut Elsner. NEWS enthüllt, dass der ehemalige BAWAG-Direktor nicht so krank ist, wie seine Anwälte behaupten. Experten beweisen: Ein Transport im Ambulanzjet wäre völlig gefahrlos möglich.

Der Gesundheitszustand seines Mandanten sei katastrophal, teilte Helmut Elsners Anwalt Wolfgang Schubert dieser Tage via APA den Medien mit. Der Ex-Bawag-Chef sei in der Vorwoche wegen gravierender Herzprobleme neuerlich in die Marseiller Universitätsklinik La Timone eingeliefert worden – der französische Generalstaatsanwalt Bertrand Charpentier habe sogar die vom Höchstgericht beschlossene Auslieferung nach Österreich "auf unbestimmte Zeit suspendiert". Französische Ärzte hätten dem 71-jährigen Elsner ein "Aufregungsverbot" ("Salzburger Nachrichten") erteilt – er dürfe an die Bawag nicht einmal denken, sagt Anwalt Schubert.

Wie krank ist Helmut Elsner wirklich?
Elsner ist 71, er war in früheren Jahren Raucher, seine Blutfettwerte sind etwas erhöht, er leidet – zumindest zeitweise – unter Bluthochdruck und wegen drohender Untersuchungshaft unter negativem Stress. Nach medizinischen Kriterien liegen also Risikofaktoren für eine Herzkrankheit vor. Das ist Fakt. Als im Sommer 2006 durchsickerte, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Milliardenanklage vorbereitet, ließ sich Elsner von französischen Ärzten untersuchen.

"Kein lebensgefährliches Risiko"
Am 19. Oktober 2006 schrieb Kardiologe Dr. Julilien im Auftrag des Appellationsgerichtes Aix-en-Provence: "Der Zustand des Patienten ist … als stabilisiert anzusehen und seine Beförderung von Frankreich nach Wien ist mit seinem Zustand vereinbar, jedoch mit einer Flugambulanz, da der Patient Rhythmusstörungen zeigt, die einerseits durch die Beförderung, andererseits durch den emotionalen Kontext verstärkt werden können. Trotzdem sollte die Beförderung auf dem Luftweg … kein lebensgefährliches Risiko darstellen."

Flugtauglichkeit
Der prominente Wiener Herzchirurg Ernst Wolner (von NEWS unabhängig zum Fall Elsner befragt): "Heutzutage werden ganz frische Herzinfarkte von Flugambulanzen gefahrlos über sehr weite Strecken transportiert. Sogar Patienten, die kaum noch schnaufen können, werden noch kurz vor ihrer Transplantation im Flugzeug befördert. Eine Gefährdungssituation, die bei Herzpatienten Fluguntauglichkeit auslösen würde, gibt es heute praktisch nicht mehr. In modernen Ärzteflugjets ist für alle Notfälle ausreichend vorgesorgt." Helmut Elsner könnte also gefahrlos Wien ansteuern. Wenn er wollte.

Die ausführliche Geschichte mit allen Hintergrund-Informationen lesen Sie im aktuellen NEWS!

7.12.2006 10:19