Sonntag, 10. Dezember 2006

Weihnachtsgeschäft floriert: Wiener Handel freut sich über enormen Kundenansturm!

  • Zweiter Einkaufssamstag bisher stärkster Tag 2006

Das durch den 8. Dezember verlängerte Einkaufswochenende hat dem Wiener Handel einen beachtlichen Kundenansturm und hohe Umsätze beschert. Zu Maria Empfängnis, waren nach Angaben der Wirtschaftskammer rund eine Million Kunden unterwegs, am Samstag sogar 1,2 Millionen. Der zweite vorweihnachtliche Einkaufssamstag war damit in Wien der bisher stärkste Einkaufstag 2006.

"Die Händler aus den Wiener Einkaufsstraßen melden durch die Bank sensationelle Werte. Und das sowohl in Bezug auf die Frequenz als auch auf den erzielten Umsatz", berichtete Brigitte Jank, Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, in einer Aussendung. Als erfreulichen Trend registrierte sie, dass im Vergleich zum Marienfeiertag auch die Bezirksstraßen vom Weihnachtseinkauf der Wiener und Touristen profitiert hätten.

Der Umsatz der einzelnen Branchen fiel laut Jank durchwegs positiv aus. Klarer Gewinner waren demnach der Elektro- und Spielwarenhandel. "Erstmals zieht auch der Umsatz im Textilhandel deutlich an. Die Wetterprognosen erinnern die Konsumenten an den verspäteten Winter, was auch dem Handel mit Wintersportartikeln Auftrieb gibt", so Jank.

Rekordwerte zu Maria Empfängnis
Am Freitag hatten bei mildem, sonnigem Wetter vor allem die Innenstadt und die Mariahilfer Straße "Rekordwerte" gemeldet. Wiens wichtigste Einkaufsstraße zeigte sich mit einer Frequenz von rund 250.000 Menschen ausgesprochen zufrieden, der erste Bezirk profitierte laut Kammer vor allem von vielen Touristen, die für das verlängerten Wochenende nach Wien gekommen waren.

Handelsobmann zufrieden
Sehr zufrieden mit dem zweiten Einkaufssamstag im heurigen Advent zeigte sich auch der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Erich Lemler. "Es war ein guter Samstag mit hoher Frequenz", sagte Lemler in einer ersten Reaktion zur APA. Die Umsätze lagen in etwa auf dem - guten - Niveau vom 8. Dezember, was sich mit einem Plus von 1,5 Prozent niederschlagen dürfte.

Im Vergleich zum Vorjahr laufe das Geschäft besser, sagte Lemler, warnte aber gleichzeitig vor verfrühten Jubelrufen. "Wichtig ist eine realistische Betrachtungsweise: Es freut mich, dass es punktuell so positive Meldungen gibt. Abgerechnet wird aber immer erst am Schluss," sagte Lemler. Festzustellen sei, dass es unter der Woche etwas flauer laufe.

Der Handelsobmann geht nach wie vor davon aus, dass bis Weihnachten ein leichtes Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr im Ausmaß zwischen 1,0 und 1,2 Prozent erreicht werde. Das sei angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre "nicht schlecht".

(apa/red)

10.12.2006 15:55