Samstag, 9. Dezember 2006

Schmiergeld-Skandal bei Siemens: Sechs Beschuldigte haben Geständnis abgelegt

  • Konzernsmitarbeiter räumten schwarze Kassen ein

Im Siemens-Skandal liegen die ersten Geständnisse vor. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schwarzer Kassen und Schmiergeldzahlungen gegen den Konzern. Nach Information der "Süddeutschen Zeitung" haben sechs aktive und ehemalige Siemens-Beschäftigte Geständnisse abgelegt. Darunter sei auch die Aussage eines ehemaligen Finanzvorstands der Sparte Telekommunikation (Com).

"Unser Mandant orientiert sich an den Vorgaben des Vorstandsvorsitzenden (Klaus) Kleinfeld, der eine schonungslose Aufklärung gefordert und angekündigt hat", zitiert die Zeitung die Anwälte des Managers. Die sechs Beschuldigten, von denen Geständnisse vorlägen, haben laut "SZ" zugegeben, schwarze Kassen in Liechtenstein, der Schweiz und Österreich installiert oder ermöglicht zu haben. Auf geheimen Konten in diesen Ländern seien mindestens 200 Millionen Euro versteckt worden. (apa/red)

9.12.2006 07:36