Kollektivvertrag steht: Bank-Mitarbeiter erhalten ab 2007 um 2,55 % mehr Gehalt
- Kinderzulagen um durchschnittlich 3,1 Prozent erhöht
- 70.000 Beschäftigte - Gehaltsplus von rund 90 Mio.
Die Gehälter der rund 70.000 Beschäftigten der heimischen Kreditwirtschaft (Finance-Bereich) steigen ab 1. Februar 2007 um 2,55 Prozent. Die Kinderzulagen werden um durchschnittlich 3,1 Prozent erhöht. Das bedeutet ein jährliches Gehaltsplus für die Betroffenen von rund 90 Mio. Euro, teilt die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) mit.
"Vor dem Hintergrund der stetig sinkenden Inflationsrate ist dieser Abschluss bemerkenswert. Das Ergebnis liegt im oberen Viertel der im heurigen Jahr abgeschlossenen Kollektivverträge und sichert den Angestellten einen fairen Anteil an der beständig guten Ertragssituation der österreichischen Kreditinstitute", zeigte sich GPA-Verhandler und Vorsitzender der GPA-Wirtschaftsbereichsgemeinschaft Finance, Günter Benischek, zufrieden.
Keine Bewegung zeigte die Arbeitgeberseite laut Benischek bei der Forderung nach der vollen, unaliquotierten Kinderzulage für Teilzeitbeschäftigte ab einem Arbeitszeitfaktor von 50 Prozent. "Dieser Punkt ist uns als GPA besonders wichtig, da dies ein wesentlicher Beitrag zum Schließen der Einkommensschere in der Bankbranche sein könnte, zumal Teilzeitbeschäftigung überwiegend von weiblichen Beschäftigten ausgeführt wird", so GPA-Verhandlerin Claudia Kral Bast.
Diese Forderung werde von den Betroffenen und den Betriebsräten der Branche mit ungebrochener Entschlossenheit unterstützt, sodass dieses Thema auch weiterhin auf der Agenda künftiger Kollektivvertragsverhandlungen bleibe.
In Fragen der Banksicherheit konnten die Gewerkschafter vor dem Hintergrund massiv gestiegener Überfalls- und sonstiger Bedrohungsrisken für die Bankangestellten mit den fünf Kreditinstitutionsverbänden die kollektivvertragliche Verankerung flächendeckender Ausbildungsmaßnahmen sowie verbindliche Nachbetreuung vereinbaren, heißt es weiter.
(apa/red)
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