Wer ist für Doping-Fall Mayrleb verantwort- lich? Maßnahmen gegen Beteiligte geprüft
- Ärzte, Betreuer und Klubs im Visier der Bundesliga
- ÖADC legte keinen Einspruch gegen Freispruch ein

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Die österreichische Fußball-Bundesliga ist vom Österreichischen Anti-Doping-Comite (ÖADC) dazu angehalten, nach der positiven Dopingprobe von Ex-Nationalstürmer Christian Mayrleb die Frage der Verantwortlichkeit zu klären. Vom Senat I ist Mayrleb, der regelmäßig das auf der Dopingliste stehende Blutdruckmedikament CoDiovan einnimmt, nicht zur Verantwortung gezogen worden. Nun ist die Bundesliga aber vom ÖADC laut eigenen Angaben dazu aufgefordert worden, weitere Maßnahmen einzuleiten.
Diese sollen sich in erster Linie gegen möglicherweise involvierte Ärzte, Betreuer oder Klubs - Mayrleb hatte das Medikament bereits vor seinem Wechsel von Red Bull Salzburg zum FC Superfund Pasching eingenommen - richten. Laut ÖADC hätten es diese Personen offensichtlich verabsäumt, den am 6. November positiv getesteten Stürmer darüber zu informieren, dass es auf Grund eines verbotenen Wirkstoffs für CoDiovan einer Ausnahmegenehmigung bedarf.
"Die Bundesliga wird prüfen, ob ein Verfahren beim Senat I gegen weiter Beteiligte eingeleitet wird", versicherte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl. Es gehe darum, zu klären, bei wem die Verantwortung liegt. Das ÖADC dürfte aber die Einschätzung des Senat I teilen, wonach die Schuld für die positive Probe nicht bei Mayrleb liegt. Bis dato hat das Comite bei der Schiedskommission der Bundessportorganisation (BSO) jedenfalls keinen Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt, keine Dopingsperre auszusprechen.
Zuletzt war Mayrleb trotz unklarer Rechtslage gegen Aufsteiger Altach (2:3) und Meister Austria (2:1) wieder von Beginn an für Pasching gestürmt und hatte dabei jeweils auch ein Tor für den Tabellenzweiten erzielt.
(apa/red)










