Bald in ausländischer Kontrolle? Englands Kultklub FC Liverpool steht vor Übernahme
- Klub bestätigt Gespräche mit Investoren aus Dubai
Der englische Traditionsklub Liverpool steht offenbar kurz vor der Übernahme durch ein in Dubai ansässiges Konsortium. Laut britischen Meden bietet die staatliche Investorengruppe Dubai International Capital (DIC) 669 Mio. Euro für die Übernahme der "Reds". In den Deal wäre auch der Bau eines neuen, 60.000 Zuschauer fassenden, Stadions inkludiert. Liverpool hat Verhandlungen bestätigt.
"Das ist der jüngste Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Investition, die der Klub benötigt", erklärte Liverpool- Geschäftsführer Rick Parry. "DIC ist ein potenzieller Investor mit den Ressourcen und der Philosophie, die ihn zu einem idealen Partner macht."
Unklar blieb, ob die DIC-Gruppe, die sich im Besitz von Kronprinz Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum befindet, den Klub zu hundert Prozent übernehmen, oder sich nur die Anteile von Moores sichern will. Sollte der Verkauf bestätigt werden, wäre Liverpool nach Chelsea, Manchester United, Fulham, Aston Villa, West Ham und Portsmouth bereits der siebente Premier-League-Klub unter ausländischer Kontrolle.
Auch der US-Milliardär George Gillett, Eigentümer des NHL-Klubs Montreal Canadiens, sowie der nordirische Unternehmer John Miskelly sollen Interesse an der Übernahme des Champions-League-Siegers 2005 gezeigt haben. David Moores, mit 51 Prozent Hauptaktionär und Vorsitzender des Klubs, forderte ursprünglich 620 Mio. Pfund Ablöse für sein Aktienpaket, inzwischen schraubte er diese Summe aber zurück.
(apa/red)
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