Hütteldorfer gewinnen wieder Land: Rapid setzt gegen die SV Ried Aufwärtstrend fort!
- Rote Laterne verlässt den Westen Wiens über Winter
- Mattersburg nach 1:0 über Sturm Tabellenzweiter

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Salzburg von Mattersburg
od. Pasching zu stoppen?
Österreichs Fußball-Rekordmeister überwintert doch nicht als Tabellenletzter der T-Mobile-Bundesliga. Mit dem 2:1 im schon leicht winterlichen Ried gab Rapid die "rote Laterne" ausgerechnet an den Lokalrivalen Austria, der im Horr-Stadion Tabellenführer Salzburg mit 0:2 unterlag, und beginnt im Frühjahr als Achter.
Mate Bilic glückte bereits in der 13. Minute nach Vorarbeit von Kincl mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern aus halbrechter Distanz via Stange in die linke Ecke das Führungstor, dem Vorisek mit einem Superfreistoß aus fast 30 Metern in die linke Kreuzecke (60.) den zweiten Treffer folgen ließ.
Mit dem 2:1 feierten die Hütteldorfer ihren ersten Auswärtssieg seit 22. Oktober 2005 (2:0 im Horr-Stadion gegen die Austria) und seit dem 30. Juli 2005 außerhalb von Wien (2:0 in Salzburg) nach 20 bzw. 25 Spielen. Obendrein gewannen sie in Ried zum ersten Mal seit 20. August 2000 (3:2), wobei der damals zweifache Ried-Torschütze Drechsel als einziger Akteur auch diesmal noch dabei war.
Die Wiener begannen ihr Match gegen Rang zehn mit viel Elan. Kavlak jagte den Ball schon in der dritten Minute an die Latte, weitere Angriffe brachten Gefahr für das Ried-Tor. Die Hausherren machten sich erst Minuten nach dem 1:0 durch Bilic (7. Saisontor) für die diesmal "Rot-Blauen" erstmals bemerkbar, als Kulovits nach einem Eckball von Drechsel den Schuss von Sulimani auf der Torlinie abwehrte (17.). Weitere Schüsse von Drechsel (24.), Sulimani (31.) und Pichorner (42.) verfehlten ihr Ziel.
Nach der Pause waren zunächst die Rieder (Drechsel blieb wegen einer Zerrung in der Kabine) aktiver und gefährlicher - Kulovits (Hand?) sorgte für Elferalarm, das Tor fiel aber auf der anderen Seite, als Voriseks Freistoß-Geschoss einschlug (60.). Die Rapid-Innenverteidigung schlief, als der kleine Sulimani nach einer Flanke von Rzasa völlig ungedeckt zum erfolgreichen Kopfball kam und damit das 1:2 erzielte (67.).
Die Oberösterreicher sorgten in Folge noch mehrmals für Gefahr vor dem Rapid-Tor (u.a. Martinez/90. Eder/91.), hatten aber auch Glück,als Kavlak nach Pass von Hofmann allein stehend vor H.P. Berger an diesem scheiterte (73.). Damit war die fünfte Heim-Niederlage der Rieder gegen die Wiener im 20. Duell perfekt, in Wien haben die Innviertler gegen Rapid ja noch nie gewonnen.
Mattersburg nach 1:0-Sieg über Sturm Tabellenzweiter
Der SV Mattersburg hat gegen den SK Sturm Graz einen verdienten 1:0-Heimsieg gefeiert. Vor 8.300 Zuschauern mussten die Mattersburger 80 Minuten ohne Kapitän Kühbauer auskommen, dennoch gelang die Revanche für die 1:4-Heimschlappe gegen Sturm zu Beginn der Saison. Für Franko Fodas Team, das in in der laufenden Saison erst einen Auswärtserfolg zu Buche stehen hat, war in der Fremde erneut nichts zu holen.
Der SV Mattersburg, nunmehr seit sechs Runden ungeschlagen, überholte Superfund Pasching in der Tabelle und überwintert als erster, allerdings schon klar distanzierter Verfolger von Red Bull Salzburg auf dem zweiten Tabellenrang. Sturm bleibt die Rote Laterne nur auf Grund der gleichzeitigen Niederlage der Wiener Austria erspart.
Die ersatzgeschwächten Grazer, etliche Stammspieler fielen verletzungsbedingt oder gesperrt aus, starteten besser, Zählbares blieb aber aus. In der 10. Minute zeigte Schiedsrichter Steiner Mattersburg-Kapitän Kühbauer nach Foul an Rauter die Rote Karte. Im Kopfball-Duell versetzte Kühbauer dem Sturm-Mittelfeldspieler einen Ellbogenstoß. Daraufhin beorderte Trainer Lederer den im Sturm aufgestellten Cem Atan ins Mittelfeld zurück. Die Grazer waren in der Folge feldüberlegen und in der 13. Minute jubelte Sturm über den vermeintlichen Führungstreffer. Pöllhubers Treffer nach einem Leitgeb-Freistoß wurde nicht anerkannt, da aus (etwas umstrittener) Abseitsposition erzielt. In der ersten halben Stunde passierte nicht mehr viel, einzig ein guter Sarac-Schuss in Minute 25, den Keeper Borenitsch zur Ecke abwehrte, sorgte für Aufregung.
Aus dem Nichts gelang Thomas Wagner in der 36. Minute der Führungstreffer für die Heim-Elf. Schmidt verlängerte einen Atan-Einwurf per Kopf, im Strafraum schaltete Wagner am schnellsten und traf volley aus kurzer Distanz zum 1:0. Kurze Zeit später war es erneut Wagner, der für Gefahr sorgte, sein Schuss aus 18 Metern ging knapp an der linken Stange vorbei.
In der zweiten Hälfte begannen beide Mannschaften verhalten, die Mattersburger verwalteten die knappe Führung und waren trotz numerischer Unterlegenheit die bessere Mannschaft. Die Grazer waren bemüht, das Fehlen der ausgefallenen Stammkräfte war aber augenscheinlich. Gute Torchancen für die Heimmannschaft fanden Fuchs (53.) nach Freistoß von Patocka und Wagner (73.) mit einem Schuss aus der Drehung vor, beide Chancen vereitelte Sturm-Torhüter Szamotulski. Das in der zweiten Hälfte auf mäßigem Niveau stehende Spiel gewannen die heimstarken Burgenländer schließlich hoch verdient. Die Steirer waren lediglich einmal durch Rauter (52.) gefährlich und beendeten die Herbstsaison mit der achten Auswärtsniederlage als Vorletzter.
(APA/red)
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