Im Schatten der Bullen: Pasching und Mattersburg im BL-Fernduell um Platz zwei
- Rapid für Rieder "eine sehr unangenehme Aufgabe"
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Salzburg von Mattersburg
od. Pasching zu stoppen?
Im Schatten des überlegenen Fußball-Herbstmeisters und Winterkönigs Red Bull Salzburg kämpfen heute (18:30 Uhr LIVE auf NETWORLD.at!) in der 21. Runde zum Abschluss des Bundesliga-Jahres die zehn Punkte zurückliegenden "Verfolger" Superfund Pasching und SV Mattersburg im Fernduell um Platz zwei. Während die Oberösterreicher auswärts gegen den GAK antreten, empfangen die Burgenländer den SK Sturm Graz.
Rekordmeister Rapid, der so wie Erzrivale Austria und die Grazer Traditionsvereine Gefahr läuft, auf dem letzten Platz bis zum 24. Februar zu überwintern, will in Ried den ersten Auswärtssieg seit dem 22. Oktober 2005 oder 20 Meisterschaftspartien in Folge erringen.
Die seit fünf Runden ungeschlagenen Mattersburger wollen gegen Sturm eine Scharte in ihren Heimstatistiken ausmerzen. Seit Sommer 2003, als man die Grazer im ersten Spiel nach dem Aufstieg 3:1 besiegte, warten die Burgenländer auf einen Heimerfolg gegen die Truppe von Trainer Franco Foda. Sturm wiederum gelang in dieser Saison erst ein Auswärtssieg und der ausgerechnet im Pappel-Stadion.
SVM-Trainer Franz Lederer warf vor dem wohlverdienten Urlaub (bis 2. Jänner) einen positiven Blick zurück: "Wir müssen aber am Boden bleiben. Es hätte auch besser sein können. Wir hoffen zum Abschluss auf ein gutes Spiel, das wir hoffentlich vielen Zuschauern bieten wollen." Der von Verletzungssorgen und Sperren geplagte Sturm-Coach Foda stapelt verständlicherweise tief: "Uns fehlen sechs Stammspieler, aber wir wollen mit sehr jungen Spielern eine gute Partie liefern. Wir haben nichts zu verlieren."
Der Deutsche, der seine Truppe bis 8. Jänner in Urlaub schickt, weiß: "Es war heuer von Anfang an eine sehr schwierige Situation. Wir konnten keine neuen Spieler verpflichten, sind mit drei Minuspunkten gestartet und dann kam noch der Konkurs dazu. Insofern muss man mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein."
Dem GAK geht es kaum besser, im Heimspiel gegen Pasching soll die Rote Laterne abgewendet werden. Obwohl das Team von Lars Söndergaard zuletzt sechs Partien in Folge nicht verloren hat, wurde davon nur eine (Derby gegen Sturm) gewonnen. Die GAK-Profis fanden dennoch Zeit, die Onkologie im LKH Graz zu besuchen und schwer kranke Kinder mit Laptops, Bällen und Fanartikeln zu beschenken.
Ihr Trainer Lars Söndergaard fordert: "Es müssen auf Teufel komm raus drei Punkte her. Wenn uns das gelingt, können wir beruhigt in die Ferien (bis 8. Jänner/Anm.) gehen." In Pasching muss Interimstrainer Didi Constantini, der am 10. Dezember ein Gespräch mit Klub-Boss Franz Grad hat, nach dem 2:1 gegen die Austria auf zahlreiche gesperrte und verletzte Stammkräfte verzichten. Dennoch kündigte er an: "Wir werden eine Mannschaft zusammenbringen. Es hat zuletzt Kritik gegeben, auch an mir, dass von der Bank zu wenig gekommen ist. Jetzt können sich einige Spieler beweisen und ihre Chance nützen."
Rapid für Rieder "eine sehr unangenehme Aufgabe"
Ried verbuchte mit dem 0:0 in Innsbruck das 10. Unentschieden der Saison und verlor nur eine der jüngsten 14 Partien. Vor dem Heimspiel gegen Schlusslicht Rapid warnt Trainer Helmut Kraft aber: "In dieser Situation ist es sicher eine sehr unangenehme Aufgabe. Rapid steht mit dem Rücken zur Wand und wird sicher die ganze Kampfkraft in die Waagschale werfen." Der Tiroler weiß: "Unser Schlüsselerlebnis im Herbst war das 1:1 in Salzburg. Wichtig war, dass Mannschaft, Vorstand und Trainerteam immer ruhig geblieben sind und konsequent weiter gearbeitet haben."
Sollte den Hütteldorfern im Innviertel kein Sieg gelingen, klingt das Jahr 2006 ohne einen einzigen Auswärtserfolg der Grün-Weißen aus. Mit dem 3:0 gegen Sturm ist Rapid zuletzt immerhin der erste Dreipunkter nach acht sieglosen Partien gelungen. Der bisher letzte Erfolg der Rapidler in Ried liegt allerdings schon mehr als sechs Jahre zurück.
(apa/red)
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