Donnerstag, 7. Dezember 2006

Tornado-Weltmeisterschaft: Gold-Duo Hagara/Steinacher zur Halbzeit Zweite

  • Verpatzter Start kostete Österreichern die Führung
  • Nach 6 Wettfahrten nur einen Punkt hinter Australiern

Ein verpatzter Start in der zweiten Wettfahrt hat Roman Hagara/Hans Peter Steinacher die Führung in der Tornado-Weltmeisterschaft auf dem Rio de la Plata vor der Skyline von Buenos Aires gekostet. Nach sechs von zehn Wettfahrten und einem berücksichtigtem Streichresultat haben die Doppel-Olympiasieger 15 Punkte auf dem Konto, die Australier Darren Bundock/Glenn Ashby liegen mit 14 voran.

Der Zweikampf um WM-Gold ist eröffnet, denn die Argentinier Santiago Lange/Carlos Espinola haben als Dritte bereits 33 Zähler auf dem Konto. Allerdings darf sich das ÖSV-Duo keinen weiteren Ausrutscher mehr leisten, denn gestrichen werden kann nur ein Resultat und das sollte der 33. Platz vom Donnerstag gewesen sein.

Mit einem zweiten Rang hinter den in der Auftaktwettfahrt überlegenen Bundock/Ashby hatte der dritte Tag für die Österreicher sehr gut begonnen, bei der ersten Luv-Tonne noch Sechste, mussten sie sich am Ende nur den größten Konkurrenten um den Titel geschlagen geben.

Die Windverhältnisse änderten sich für das zweite Rennen, aus sieben bis neun Knoten wurden 15 bis 16. Schuld an Platz 33 war allerdings in erster Linie der misslungene Start. "Wir sind aus der zweiten Reihe ins Rennen gegangen, alle waren über uns, und das war es dann für uns. Außerdem hatte wir noch den Leichtwindtrimm drinnen. Da haben wir uns ein bisserl verschätzt", sagte Steuermann Hagara. Nachsatz: "Der Start ist alles. Es wär' ja eh so einfach."

Hagaras argentinischer Trainingspartner Lange und der Spanier Toni Rivas hatten dem 40-jährigen Wiener beim Start keinen Platz gelassen und schon war der rot-weiß-rote Katamaran nur in zweiter Reihe. "Das war sehr unglücklich, die Idee, die unsere hatten, war gut, aber die anderen haben zugemacht", sagte ÖSV-Sportdirektor Georg Fundak. Ein Streichresultat ist noch kein seglerischer Untergang, aber "es wäre gut, wenn so etwas nicht noch einmal passiert." Der Wettfahrtsieg war an die in Argentinien von Andreas Hagara betreuten Niederländer Mischa Heemskerk/Herbert Dercksen vor Lange/Espinola gegangen, Bundock/Ashby wurden Fünfte.

Mit den Rängen 30 und 21 nicht besonders gut verlaufen ist der dritte Tag für Thomas Zajac/Thomas Czajka, die in der Gesamtwertung auf Platz 30 liegen. "Die Startkreuz geht noch ganz gut, auf den nächsten zwei verlieren wir dann immer zuviel, auf dem Vorwindkurs holen wir dann wieder ein bisschen auf. Aber wir sind relativ langsam, da können wir keine Taktik durchsetzen", sagte der Wiener Steuermann Zajac. Thomas und Stefan Jessenig sind 41.

(apa/red)

7.12.2006 22:31