Letzter Besuch vor Ablöse: US-Minister Rumsfeld auf Abschiedsbesuch im Irak
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Neo-Außenminister für Kurswechsel in Irakpolitik
Der scheidende US- Verteidigungsminister Rumsfeld hat dem Irak einen Abschiedsbesuch abgestattet. Rumsfeld wolle den Soldaten dort für ihren Einsatz danken, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Es handelte sich um den 13. unangekündigten Besuch Rumsfelds in dem Land. Die Visite habe unter ungewöhnlich strenger Geheimhaltung stattgefunden, meldete der US-Fernsehsender ABC.
Rumsfeld war wegen des Irak-Kriegs weltweit massiv kritisiert worden. Nach dem Sieg der Demokraten bei der Kongresswahl Anfang November hatte er seinen Rücktritt eingereicht, am 18. Dezember soll er vom ehemaligen CIA-Chef Gates abgelöst werden. Zuvor warnte er beim Abschied von seinem Stab vor einem schnellen Abzug der USA aus dem Irak. Gefragt seien Geduld und Durchhaltevermögen. Zu den Vorschlägen der Baker-Kommission sagte Rumsfeld, sie habe nichts vorgelegt, was nicht von den US-Militärs bedacht worden sei.
In der irakischen Pilgerstadt Kerbala wurden bei einem Autobombenanschlag sieben Menschen getötet und rund ein Dutzend weitere verletzt. Nach Polizeiangaben war ein mit Sprengstoff beladenes Auto in der Nähe einer schiitischen Gedenkstätte in die Luft gesprengt worden.
Bei einer Razzia in einem Haus in Dolouya 80 Kilometer nördlich von Bagdad erschossen US-Soldaten nach Angaben irakischer Behörden unterdessen drei irakische Soldaten, die sie versehentlich für Aufständische gehalten hatten. Die getöteten Soldaten hatten die Wohnung eines irakischen Armeegenerals in der Gegend bewacht.
Das US-Militär berichtete ohne weitere Einzelheiten zu nennen, in der Provinz Al-Anbar sei erneut ein amerikanischer Soldat ums Leben gekommen. Dort und in der Provinz Al-Kut seien am Samstag zusammen neun Terror-verdächtige Personen festgenommen worden. (apa)
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