Wintereinbruch in Europa: "Weiße Pracht" sorgt gleich zu Beginn für einige Probleme
- Erste Schneefälle in Schweiz, Italien und Spanien
- Black outs, Kettenpflicht und Unwetterwarnungen
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Chaos pur: Schneefälle und Stürme in den USA
Während in den österreichen Bergen auf die weiße Pracht noch gewartet wird, hat es in der Schweiz erstmals so richtig geschneit. In den Alpen fiel bis zu einem Meter Schnee, teilweise bis in tiefe Lagen. Im Berner Oberland kam es zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen.
Der Wetterumsturz begann mit einem massiven Föhnsturm mit Windspitzen von 100 bis 120 Kilometern in der Stunde. Mit dem Zusammenbruch des Föhns kam es dann zu einem Temperatursturz. So war es laut MeteoSchweiz beispielsweise in Altenrhein am Freitagnachmittag noch 18 Grad warm, Samstag früh wurden noch zwei Grad gemessen. Die einsetzenden Regenfälle gingen allmählich in Schnee über und brachten beträchtliche Mengen. Auf der Alpensüdseite gab es beispielsweise in einem Monat Dezember seit 1954 nie mehr so viel Niederschlag innerhalb von 24 Stunden, wie die Meteorologin sagte.
Auch in italienischen Alpen schneit's
Mit reichlich Verspätung ist der erste Schnee dieser Saison nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den italienischen Alpen gefallen. Im Trentino und im Aostatal meldeten die Wintersportorte in über 1.000 Meter Höhe zwischen 20 Zentimeter und einem halben Meter Neuschnee. In Südtirol gab es erst auf einer Höhe von rund 2.000 Meter Schnee.
Allerdings blieben die meisten Skipisten geschlossen: Die Organisatoren hatten sich offenbar nach der Wärmeperiode der vergangenen Wochen nicht rechtzeitig auf den Wintereinbruch vorbereitet.
"Mini-Tsunami" an Ligurischer Küste
Wetterkapriolen gab es dagegen an der Ligurischen Küste: Eine ungewöhnlich hohe Welle richtete im Hafen von Savona erheblichen Schaden an. "Sie war bestimmt zehn Meter hoch", sagte ein Augenzeuge, "ein echter Mini-Tsunami". Die Riesenwelle überrollte den Deich und zerstörte ein Wohnhaus sowie mehrere Autos, berichteten die Behörden. Doch Meteorologen erklärten, kein Erdbeben auf dem Meeresgrund sei Ursache gewesen, vielmehr hätten heftige Stürme über dem Mittelmeer die Riesenwelle aufgetürmt.
Unwetteralarm in Spanien
Regen, Schnee und Sturm haben in Spanien den Autoverkehr und die Schifffahrt behindert. Die Behörden gaben für fast das gesamte Land Unwetteralarm. In Nordspanien konnten nach Schneefällen 30 Bergpässe nur noch mit Schneeketten befahren werden. An der Atlantikküste erreichte der Sturm Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern.
Meterhohe Wellen richteten Schäden an Hafen- und Strandeinrichtungen an. In der Ortschaft Lodosa in der Region Navarra wurde eine 80-jährige Frau von einer umstürzenden Werbetafel verletzt. Auf den Balearen-Inseln Mallorca und Ibiza mussten mehrere Fähren und Schiffe wegen des Sturms in den Häfen bleiben.
(apa/red)
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