Freitag, 8. Dezember 2006

Drama um erfrorenen Vater in US-Staat Oregon: Berghütte nur 1,5 Kilometer entfernt

  • Kämpfte sich verzweifelt 15 Kilometer durch Wildnis

Der amerikanische Familienvater James Kim ist unter dramatischen Umständen im Schnee erfroren. Der Mann, dessen Leiche in einem schwer zugänglichen Gebirgstal im US-Bundesstaat Oregon gefunden worden war, starb nur 1,5 Kilometer von einer Berghütte entfernt. "Er konnte das nicht wissen", sagte die Polizei in Grants Pass.

Auch vom Auto, wo seine Familie seit sieben Tagen im Schnee festsaß, sei er nur etwa 1,5 Kilometer Luftlinie entfernt gewesen. Auf der Suche nach Hilfe sei er "übermenschliche" 15 Kilometer im Kreis gelaufen. Dann erfror er. In der nahe gelegenen Berghütte hätte Kim Feuerholz und Verpflegung für mehrere Wochen gefunden, berichtete die Polizei.

Das Drama hatte in den vergangenen Tagen über die USA hinaus Aufsehen erregt und die Menschen berührt. Kim war am 25. November mit seiner Familie im Auto auf einer einsamen Bergstraße im Schnee stecken geblieben. Dann hatte er sich in Turnschuhen und Jeans in dem eisigen Bergtal auf die Suche nach Hilfe gemacht. Die Mutter und die zwei kleinen Töchter wurden am vergangenen Montag - nach insgesamt neun Tagen Gefangenschaft im Schnee - von Suchteams in einem Helikopter aufgespürt. Die drei sind gesundheitlich wohlauf. (APA/red)

8.12.2006 16:32