Rätselhafter Bombenfund in NÖ: Sprengsatz mit Fernzünder neben Straße gefunden
- Rohrbombe hätte jederzeit gezündet werden können

Auf einer Straße in Leopoldsdorf (Bezirk Wien Umgebung) ist eine Rohrbombe entdeckt worden. Mittels Fernzündung hätte eine Detonation des zirka 25 Zentimeter langen Metallrohrs erfolgen können. Die Sprengvorrichtung wurde von Experten entschärft.
Ein Anrainer hatte das Metallrohr auf der Fahrbahn gefunden und die Einsatzkräfte verständigt. Das Metallrohr, aus dem Drähte ragten, die mit Elektronikteilen verbunden waren, erschien ihm verdächtig. Der Gegenstand war an beiden Enden verschraubt und enthielt Schwarzpulver. Die Sprengvorrichtung war rund 20 Meter vom nächsten Gebäude entfernt, teilte Rudolf Slamanig, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) der APA mit.
Das Rohr hatte einen Durchmesser von etwa 30 Millimetern. Bezüglich eines möglichen Anschlagziels gebe es keine Anhaltspunkte. Tatverdächtige gab es vorerst auch nicht. Die Bombe wurde auf Fingerabdrücke und andere etwaige Auffälligkeiten untersucht. Nicht bekannt war, wie die Sprengvorrichtung an den Ort gekommen sei und ob sie bewusst dort abgelegt wurde.
Im Falle einer Explosion wäre das nächste Gebäude "womöglich durch Splitter in Mitleidenschaft gezogen worden", erläuterte Slamanig. Wesentlich schlimmer hätte es ein Fahrzeug treffen können. Wäre die Sprengvorrichtung unter einem Auto detoniert, hätte es dieses vermutlich "zerrissen", berichtete ein Beamter des LVT der APA. (apa/red)
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