Auslieferung wird auf unbestimmte Zeit ausgesetzt: Weiter warten auf Helmut Elsner
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Die Auslieferung des ehemaligen BAWAG-Generaldirektors Helmut Elsner dürfte nach seiner neuerlichen Einlieferung in die Marseiller Universitätsklinik La Timone wieder in weitere Ferne gerückt sein. Denn die französische Generalstaatsanwaltschaft hat jetzt das Auslieferungsverfahren "auf unbestimmte Zeit suspendiert", wie es in einem mit 30. November datierten Schreiben heißt, das Elsners Wiener Anwalt Wolfgang Schubert der APA präsentierte.
"Der Staatsanwalt in Aix-en-Provence hat sich von sich aus zu diesem Schritt entschlossen", betonte Schubert. In dem Schreiben wird als maßgeblicher Grund der verschlechterte Gesundheitszustand des 71-Jährigen genannt.
Laut Schubert sollen die Ärzte dem herzkranken Elsner sogar verboten haben, sich über das Thema BAWAG zu unterhalten, weil ihm jede Aufregung weiter schaden könnte.
Zwar hatte das Pariser Höchstgericht am vergangenen Mittwoch Elsners Berufung gegen die Auslieferung abgewiesen, womit der frühere BAWAG-Chef an sich auf Basis des vom Wiener Straflandesgericht erlassenen Europäischen Haftbefehls ehest möglich nach Österreich zu überstellen wäre. Außerordentliche Umstände rechtfertigen allerdings eine Verzögerung.
Nach Ansicht von Elsners Wiener Rechtsvertreter liegen diese auf jeden Fall vor. Schubert hält es sogar für möglich, dass im Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen das Auslieferungsverfahren in Frankreich noch ein Mal in erster Instanz begonnen werden kann.
(apa/red)
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