Samstag, 2. Dezember 2006

Lohnerhöhung ist im Sack: Nikolo bringt
2,35 Prozent mehr Gehalt für den Handel

  • Einigung in 6. Kollektivvertrags-Verhandlungsrunde
  • PLUS: Bekenntnis der Sozialpartner zur Sonntagsruhe

Nach einem 16-stündigen Verhandlungsmarathon haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im Handel auf einen Kollektivvertrag für rund 450.000 Angestellte geeinigt. Demnach werden die kollektivvertraglichen Mindestgehälter ab 1. Jänner 2007 um 2,35 Prozent erhöht. Bestehende Überzahlungen bleiben aufrecht.

Rahmenrechtlich wird das Taggeld für Reisende angehoben, im Gegenzug gibt es Erleichterungen bei Zuschlägen.

Die Sozialpartner - Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite: Fritz Aichinger, stv. Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich; Verhandlungsführer der Arbeitnehmer: Franz Georg Brantner, stv. Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der Gewerkschaft der Privatangestellten GPA - vereinbarten auch die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, die eine Modernisierung des Kollektivvertrags erarbeiten soll.

"Beide Seiten sind über ihren Schatten gesprungen"
Brantner bewertete demnach den Abschluss als fair: "Entscheidend ist, dass die Beschäftigten im Handel einen gerechten Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung erhalten." Aichinger zum Ergebnis: "Beide Seiten sind über ihren Schatten gesprungen. Uns als Arbeitgebervertreter ist es gelungen, für die Handelsunternehmen inhaltliche Erleichterungen zu erreichen."

Einig sind sich die Sozialpartner auch in der Frage der Sonntagsruhe. "Nach Umfragen reichen die bestehenden Möglichkeiten für Konsumenten aus, und die Masse der Arbeitnehmer wie der Handelsunternehmen sind gegen die Sonntagsöffnung", so Aichinger und Brantner unisono.

(APA/red)

2.12.2006 07:39