Nach Krawallen bei Nancy vs Feyenoord: Fünf Niederländer von Polizei festgenommen
- Bis zu 600 gewaltbereite Fans reisten nach Nancy
- Auf Rotterdamer Klub warten nun harte Sanktionen

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Die französische Polizei hat im Rahmen der Ausschreitungen beim UEFA-Cup-Gastspiel von Feyenoord Rotterdam in Nancy fünf Anhänger der Niederländer festgenommen. Laut Polizeiangaben sollen sich bis zu 600 gewaltbereite Fußball-Fans unter den 2.000 nach Frankreich gereisten Niederländern befunden haben. Die Sicherheitskräfte hatten im Stadion auf Tränengas zurückgreifen müssen, um Herr der Lage zu werden. Das Spiel wurde für mehr als 20 Minuten unterbrochen und ging mit 3:0 für die Gastgeber zu Ende.
Die Feyenoord-Fans warfen Sitze auf den Rasen und versuchten, die Absperrung ihres Sektors niederzureißen. Rund 400 Polizisten und Sicherheitskräfte sicherten das Stadion in Lothringen ab. Erst vor einer Woche war es in Paris nach dem UEFA-Cup-Spiel zwischen Paris St. Germain und Hapoel Tel Aviv zu Ausschreitungen gekommen, bei denen ein Polizist in Zivil einen PSG-Fan mit einem Schuss aus seiner Dienstwaffe - offensichtlich aus Notwehr - tödlich verletzte.
Rotterdam könnte in zwei verschiedenen Fällen von der UEFA bestraft werden. Laut Angaben eines UEFA-Sprechers stehen dem Klub ein Verfahren wegen eines geworfenen Feuerwerkskörpers beim UEFA-Cup-Heimspiel gegen die Blackburn Rovers und ein Verfahren wegen der von Feyenoord-Anhängern heraufbeschworenen Unterbrechung beim Gastspiel in Nancy ins Haus.
Niederländische Fans waren bereits vor dem Auswärtsspiel in Lothringen mit der Exekutive aneinander geraten, ehe die Lage beim Stand von 3:0 für Nancy eskalierte. "Das erinnerte an das Schlimmste, was sich je in einem Stadion abgespielt hat. Die Fans haben sich wie Tiere aufgeführt. Die Strafe wird wohl sehr hoch ausfallen", meinte der tschechische UEFA-Beobachter Jaroslav Dudl.
(apa/red)
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