"Austria und Sparta auf gleichem Niveau": Vachousek erwartet völlig offenen Kampf
- Wiener im UEFA-Cup noch immer ohne Punktgewinn
- Verletzter Tscheche wohl erst 2007 wieder im Einsatz
·Ajax gegen Sparta Prag nur mit Remis
Plus: Vier Klubs schaffen vorzeitig den Aufstieg
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Die Wiener Austria vermisst derzeit die Dienste ihres kreativen Kopfes Stepan Vachousek schmerzlich. Der Tscheche, der durch eine Reizung im Kniegelenk zum Zuschauen verurteilt ist, muss auch fürs UEFA-Cup-Gruppen-Spiel am Donnerstag im Wiener Happel-Stadion gegen seine Landsleute von Sparta Prag passen.
Für die vorletzte Partie der Veilchen in der Gruppe F erwartet Vachousek einen völlig offenen Kampf. "Austria und Sparta befinden sich meiner Meinung nach auf dem gleichen Niveau", meinte der 27-Jährige im Gespräch mit der APA.
Sparta wieder am Weg nach oben
Der dominante Klub Tschechiens, der seit der Eigenständigkeit des Landes ab der Saison 1993/94 achtmal Meister war, präsentiert sich in der laufenden Saison stark verbessert. In der vergangenen Meisterschaft hatte Sparta nur Platz fünf hinter Slovan Liberec (Reichenberg), Mlada Boleslav, Slavia Prag und FK Teplitz belegt. Aktuell führen die Spartaner die Tabelle der 16 Vereine umfassenden nationalen Liga allerdings wieder an.
Die Hauptstädter schlugen am Sonntag Abend im Heimspiel Viktoria Pilsen durch einen Treffer von Tomas Sivok in der 51. Minute 1:0 und bauten damit ihr Guthaben auf die schärfsten Verfolger auf je drei Zähler aus. Denn der Zweite Slovan Liberec (Reichenberg) kam in Ostrau gegen Banik über ein Remis (1:1) ebenso nicht hinaus wie der Dritte Mlada Boleslav, der daheim gegen Schlusslicht FC Slovacko 2:2 spielte.
Für Vachousek, der einst für den Erzrivalen Slavia tätig war, ist der Aufstieg vor allem ein Verdienst des Neo-Trainers Michal Bilek. "Unter ihm hat die Mannschaft wieder mehr Selbstvertrauen, ist stärker im Kopf." Das Spiel sei besoners auf den baumlangen Stürmer Libor Dosek zugeschnitten.
Das Niveau in der tschechischen Liga bezeichnete Vachousek als "nicht sehr stark", zudem seien die Zuschauerzahlen gering. "Die Vereine haben wenig Geld", so Vachousek, der die Bedeutung der dutzenden tschechischen Legionäre in den europäischen Top-Ligen hervorstrich.
Letzte Chance auf Aufstieg
Vachousek sieht trotz der klaren Auftaktpleiten der Austria gegen Zulte-Waregem (1:4) und Ajax Amsterdam (0:3) noch eine kleine Chance auf den Aufstieg in die k.o.-Phase. Und auch aus Prestigegründen wünscht sich Vachousek einen Erfolg seiner Kollegen: "Dann könnte ich nämlich allen in meiner Heimat sagen, dass die österreichische Liga besser als die tschechische ist."
Die aktuelle Blessur bereitet Vachousek "große Schmerzen", eine Rückkehr in die Austria-Elf ist laut eigener Meinung eher erst im Frühjahr 2007 realistisch. Während die Austrainer noch ohne Punkt im UEFA-Cup sind, haben die Tschechen in drei Spielen einen Zähler geholt. Nach dem 0:2 gegen Espanyal Barcelona daheim und dem 1:3 in Waregem gegen Zulte, ergatterten sie zuletzt vor eigenem Publikum gegen Ajax ein 0:0.
(apa/red)
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