Viele Tore, kein Sieger: GAK & Mattersburg liefern sich ein kurioses Spiel und Remis
- Tirol schafft gegen Ried nur torloses 0:0-Remis
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Der Liebherr GAK und der SV Mattersburg haben sich in einem kuriosen Bundesliga-Spiel mit einem 3:3 (2:1)-Unentschieden getrennt. Vor 3.577 Zuschauern in der UPC-Arena lagen die Steirer durch Tore von Kollmann (7.) und Noh (21.) rasch 2:0 voran, ehe der Tabellenzweite das Spiel durch Naumoski (34.), Mörz (54.) und Fuchs (82.) noch auf den Kopf stellte. Muratovic (88.) gelang kurz vor Schlusspfiff aber der in Summe verdiente Ausgleich. Wacker Tirol muss sich trotz zahlreicher Chancen gegen SV Ried mit einem torlosen Remis begnügen und ist drei Punkte hinter Mattersburg (2.) Vierter.
Mattersburg-Coach Lederer schickte bis auf den gesperrten Atan, für den Kaintz spielte, dieselbe 3-5-2-Formation wie in der Vorwoche (1:0 gegen Rapid) aufs Feld, beim GAK vertraute Söndergaard von Beginn weg auf den zuletzt starken Südkoreaner Noh. Schon nach sieben Minuten wurde dieser Schachzug belohnt. Der quirlige Noh entwischte auf der rechten Außenbahn und bediente Kollmann ideal, der Ex-Teamstürmer drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (7.). Nur 14 Minuten später sorgte der 27-jährige Asiate selbst für das 2:0, als er Tormann Borenitsch nach einer weite Standfest-Flanke aus zehn Metern keine Chance ließ (21.).
Die bis dahin chancenlosen Mattersburger wachten erst nach dem 0:2 auf. Nachdem Naumoski aus kurzer Distanz noch vergeben hatte (31.), spitzelte der mazedonische Teamstürmer nach einem Eckball den Kopfball seines Landsmannes Sedloski über die Linie (34.). Die nun klar besseren Burgenländer drückten auf den Ausgleich, der GAK war mit dem Pausenpfiff gut bedient.
Die zweiten 45 Minuten starteten jedoch, wie die ersten geendet hatten: Mit rollenden Angriffen des Tabellenzweiten. Nach wenigen Minuten war der Bann gebrochen, Mörz gelang nach einem kurz gewehrten Wagner-Schuss der Ausgleich (54.). Den "Rotjacken", die bei der Austria noch einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatten, gelang es erst nach einer Stunde, wieder ins Spiel zu finden.
Nach einem Stangenschuss von Junuzovic (72.) drehte Fuchs per Kopf (82.) das nun hart umkämpfte Spiel völlig um. Doch die Grazer kämpften sich noch einmal zurück, Muratovic - der beste Grazer - schloss nach einer Kollmann-Vorlage aus 14 Metern trocken zum 3:3-Endstand ab (88.).
Tirol drängte, aber kein Tor
Wacker Tirol hat in der vorletzten Runde des Jahres wichtige Punkte im Kampf um Rang zwei eingebüßt. Die Innsbrucker mussten sich trotz zahlreicher Chancen gegen SV Ried mit einem torlosen Remis begnügen und sind drei Punkte hinter Mattersburg (2.) Vierte. Ried hat seine Auswärtsserie gegen die ersatzgeschwächten Tiroler erfolgreich verteidigt und ist in fremden Stadien schon neun Matches ungeschlagen (ein Sieg, acht Remis). Die bisher letzte Niederlage datiert vom 5. August (0:1 gegen Sturm Graz).
Für die nur 3.800 Fans gab es zwar keinen Sieg zu bejubeln, sie erkannten aber an dem kalten Abend, dass auch ein 0:0 erwärmen kann. Denn Möglichkeiten für einen klaren Tirol-Sieg hätte es genug gegeben. Vor dem Wechsel hatten die Heimischen durch Feldhofer (5./Rzasa rettet per Kopf vor der Linie, Nachschuss von Keeper Berger pariert), Hattenberger (Berger drehte Weitschuss zur Ecke/37.) und erneut Feldhofer (Berger pariert) gute Chancen, während auf der Gegenseite der Rieder Sulimani aus 18 Metern die Stange (11.) traf.
Nach dem Wechsel übernahmen die Gastgeber völlig das Kommando, Ried kam kein einziges Mal gefährlich vor das Tor von Keeper Planer. Tirol-Coach Straka brachte Aganun (56.) und der Nigerianer hätte beinahe bei seinem ersten Ballkontakt getroffen. Berger rettete, hatte vier Minuten später bei einem Aganun-Stangenschuss aus spitzem Winkel aber Glück. In der 77. Minute hatte der Wechselspieler mit einem Volleyschuss aus vollem Lauf ein weitere hochkarätige Chance, auch hier rettete Berger mit einem Reflex zur Ecke. Auch im Finish blieb das Drängen der Tiroler unbelohnt, die Rieder Abwehr und Keeper Berger waren nicht zu bezwingen.
(APA/red)
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