"Habe ein bisschen Sorge": Trapattoni tritt vor Altach-Match auf die Euphorie-Bremse
- Salzburg-Coach warnt vor Stürmern der Vorarlberger
- Das Spiel heute ab 18.30 Uhr LIVE auf networld.at
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Nach acht Siegen und einem Remis in den bisherigen neun Heimspielen tritt Red-Bull-Salzburg-Starcoach Giovanni Trapattoni vor dem heutigen Match (18:30 Uhr LIVE auf networld.at) zu Hause gegen Altach auf die Euphoriebremse. Der Italiener will von einem Selbstläufer nichts wissen. "Ich habe ein bisschen Sorge. Die Euphorie ist zu groß, es wird nur mehr über die Statistik gesprochen. Aber Statistiken sind nur Zahlen."
Im Salzburger EM-Stadion kommt es auch zum Duell der beiden besten Torjäger der Liga. Der Salzburger Alexander Zickler, der vor dem Anpfiff den APA-Pokal für den "Fußballer des Jahres" überreicht bekommen wird, hat bisher 16-mal getroffen, der Brasilianer Leonardo elfmal.
Respekt vor Altachs Stürmern
Vor den Altach-Stürmern Leonardo und Froylan Ledezma warnt der ehemalige italienische Teamchef ganz besonders. "Wir dürfen keinen Fehler machen, Altach ist sehr gefährlich. Das ist eine Mannschaft mit einer guten Mentalität." Diese angesprochene Mentalität sieht Trapattoni auch innerhalb seiner Truppe immer mehr wachsen. Als Paradebeispiel führt er Johan Vonlanthen an. "Die Spieler verstehen mich immer besser. Vonlanthen hat mitbekommen, dass er nicht nur glänzen kann, sondern auch für die Mannschaft arbeiten muss."
Ersatz für Kovac und Aufhauser gesucht
Trotz des Luxuskaders haben die Salzburger ein personelles Problem, denn Rene Aufhauser, der Ersatzmann für den verletzten Niko Kovac, ist gegen Altach gesperrt. Für die Rolle des Staubsaugers kommen laut "Trap" Roland Kirchler, Christian Tiffert und Remo Meyer in Frage. Einer aus diesem Trio habe eine 50-prozentige Einsatzchance, die anderen beiden jeweils eine 25-prozentige. Trapattoni wollte sich zwar nicht in die Karten blicken lassen, er dürfte jedoch in Richtung Meyer tendieren.
Starcoach glaubt an österreichischen Fußball
Kurz vor der Winterpause brach der 67-jährige Coach mit weltweitem Ruhm auch eine Lanze für den österreichischen Fußball: "Der österreichische Fußball sollte zukünftig nicht unterschätzt werden, mit der richtigen Mentalität kann er wachsen. Wir alle müssen den Fußball in Österreich mehr aufwerten und nicht abwerten. Da müssen alle in Österreich mitarbeiten."
Altach-Trainer Streiter gegen totale Defensive
Altach-Coach Michael Streiter erinnert sich ans erste Match seiner Mannschaft in der "Bullen-Arena": "Wir waren trotz der 0:3-Niederlage über weite Strecken absolut ebenbürtig, haben die Tore zu schlechten Zeitpunkten erhalten. Und Trapattoni hat mich nach dem Match zur Seite genommen, hat mir gratuliert und gemeint, dass meine Truppe auf einem guten Weg ist."
Deshalb wollen die Vorarlberger nur zu Beginn auf Defensive setzen, die Anfangsminuten unbeschadet überstehen, und dann frech mitspielen. "Ich will, dass sich die Mannschaft entwickelt. Und wenn ich mich hinten reinstelle, dann ist das keine Entwicklung. Außerdem gehören wir läuferisch zu den absoluten Topmannschaften Österreichs."
Der Tscheche Josef Lastovka hinterließ beim Probetraining in Altach laut Streiter einen sehr guten Eindruck. Ebenfalls sehr weit oben auf der Wunschliste stehen Kirchler (Salzburg) und Marko Stankovic (Leoben).
(apa/red)
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