Zukunftsweisendes Turnier für Österreich: Handball-EM der Damen startet Donnerstag
- Junge sollen Routiniers wie Steffi Ofenböck entlasten
- In Hinblick auf Olympia wäre Platz in Top 8 ideal
Die Handball-Europameisterschaft der Damen ab 7. Dezember in Schweden wird für das österreichische Team zukunftsweisend. Mit einem Mix aus arrivierten und jungen Spielerinnen tritt Teamchef Herbert Müller die Reise nach Skandinavien an, Gegner in der in Skövde gespielten Gruppe A sind Ungarn (Donnerstag), Serbien-Montenegro (Freitag) und Mazedonien (Sonntag, 10. Dezember). Die Top Drei steigen in die Hauptrunde auf.
Das Qualifikation für die Top 12 ist vorerst auch das erklärte Ziel der Österreicherinnen, in der Vorbereitung auf Grund diverser Verletzungen und Verhinderungen nie in der Ideal-Besetzung spielend. Müller: "Jetzt bin ich einmal froh, dass wir einigermaßen komplett sind. Sicher wäre das auch für die Vorbereitung gut gewesen, aber so war es ein guter Test für die Jungen. Die Etablierten sollen, wollen und müssen auch bei der EM entlastet werden."
Zu den Etablierten zählt Stephanie Ofenböck. Die Legionärin vom Müller-Klub 1. FC Nürnberg hatte sich am 6. Mai Kreuzbandriss und Meniskusschaden zugezogen, hat erst drei Kurz-Klub-Einsätze in den Beinen. "Wenn ich länger spiele, fangen noch die Beine etwas zu zittern an", erklärte die 25-Jährige auf einer Pressekonferenz in Wien. "Aber das wird sich mit der Spielpraxis geben."
Idealziel für die ÖHB-Truppe sind die Top Acht. Das würde die Setzung für die nächstjährige WM in Frankreich begünstigen. Ein dortiger Rang vermutlich in den Top Ten würde wiederum eine gute Ausgangsposition für die neu eingeführten Olympia-Quali-Turniere bringen. Diese sollen im März 2008 in Vierer-Gruppen ausgetragen werden. Für Müller ist das das oberste Ziel: "Wir müssen versuchen, bei Olympia unbedingt dabei zu sein."
EM-Kader Österreichs:
Tor: Natalja Rusnatschenko (Wr. Neustadt/230 Länderspiele, 6 Tore), Elisabeth Herbst (TUS Weibern/38,0), Petra Blazek (Hypo Niederösterreich/41,0)
Feld: Marina Budecevic (Baekkelagets Sportsklub/27,50), Katrin Engel (1. FC Nürnberg/90,165), Corinna Flandorfer (UHC Tulln/7,13), Tanja Logvin (Allborg DH/98,746), Laura Magelinskas (Wr. Neustadt/18,21), Stephanie Ofenböck (1. FC Nürnberg/171,584), Isabel Plach (Hypo Niederösterreich/30,9), Monika Richter (Hypo Niederösterreich/27,11), Gabriela Rotis Nagy (Hypo Niederösterreich/35,186), Simona Spiridon (C.S. Rulmentul Brasov/35,148), Nina Stumvoll (Hypo Niederösterreich/7,1), Sorina Teodorovic (ohne Verein/121,481), Sabrina Thurner (Hypo Niederösterreich/31,16)
(apa/red)
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