Streit um Olympia-Bewerbung Salzburgs geht weiter: Gegner machen neuerlich mobil
- Neue Bürgerbefragung der "Plattform Salzburg 2014"
- Zweifel am Budget. Ergebnis für Politik nicht bindend
·Olympia-Bewerbung: Bundeshaftung ist fix!
Salzburg 2014: Im NR waren nur Grüne dagegen
·Olympia in Peking: Mäuse als Vorkoster
Alle Speisen sollen von Nagern getestet werden
Die Bewohner der Stadt Salzburg werden noch einmal über die Bewerbung um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2014 befragt. Nur einen Tag, nachdem der Aufsichtsrat der Bewerbungsgesellschaft das Budget beschlossen hatte, kündigte der Sprecher der "Plattform Salzburg 2014", Willi Rehberg, gegenüber der APA die neuerliche Befragung an. Das Ergebnis ist aber für den Gemeinderat der möglichen Host City nicht verbindlich.
Schon einmal, nämlich im April 2005, wurden die Stadtsalzburger befragt, was sie von einer neuerlichen Kandidatur halten, und die Antwort fiel eindeutig aus: 60,53 Prozent sprachen sich gegen einen neuen Anlauf aus, der Gemeinderat beschloss drei Monate später dennoch die Bewerbung, nachdem es von Bund, Land und ÖOC Zusagen für die Übernahme von Haftungen gegeben hatte.
Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) angekündigt hatte, dass der Host City statt der erwarteten einen Milliarde US-Dollar (765 Mio. Euro) lediglich 310 Millionen Dollar (237 Mio. Euro) aus den TV-Einnahmen garantiert werden, musste das Budget gekürzt werden. Die "Plattform Salzburg 2014" glaubt nun, dass dieses Budget niemals halten werde und erst recht wieder die Steuerzahler zum Handkuss kämen.
"In Turin hat alleine die Durchführung der Spiele 1,3 Milliarden Euro gekosten, in Vancouver ist man jetzt bei einem Durchführungsbudget - also ohne Investitionen - von 1,2 Mrd. Euro, also kann man damit rechnen, dass Salzburg bei 1,5 Mrd. Euro liegen wird", sagte Rehberg. Das am Dienstag fixierte Budget mache aber mit den Investitionen nur 965 Mio. US-Dollar, nach derzeitigem Kurs rund 735 Mio. Euro aus. "Glaubt nicht an ein olympisches Wunder", appellierte Rehberg.
Die für die Einleitung der Befragung notwendigen 2.000 Unterschriften glaubt die Plattform dieses Mal rasch sammeln zu können, hat sie ja noch die rund 2.500 Anschriften jener Olympia-Gegner, die bereits vor eineinhalb Jahren unterschrieben haben. Rehberg will die Befragung so timen, dass sie genau mit dem Besuch der Evaluierungs-Kommission des IOC Mitte März in Salzburg zusammenfällt.
(apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
