Bundeshaftung fix: Bewerbung Salzburgs für Olympia 2014 steht nichts mehr im Wege
- Im Nationalrat stimmten nur die Grünen dagegen
- Bund übernimmt 40% der Haftung ohne Deckelung
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Alle Speisen sollen von Nagern getestet werden
Der Bund hat seine Haftung für eine allfällige Austragung der Olympischen Winterspiele 2014 in Salzburg fixiert. Nach dem entsprechenden Beschluss des Nationalrats ist die Regierung ermächtigt, 40 Prozent des Ausfall-Risikos zu tragen. Den gleichen Beitrag müsste das Land erbringen, jeweils zehn Prozent werden von der Host-City Salzburg bzw. den anderen Austragungsgemeinden gemeinsam verlangt. Einzig die Grünen lehnten die Haftung ab.
Grünen-Sportsprecher Dieter Brosz argumentiert, dass seine Partei nicht grundsätzlich etwas gegen Olympische Spiele in Österreich hätte. Nur müssten diese eine vernünftige Dimensionierung haben und die Bevölkerung müsse dahinter stehen, was zumindest in der Stadt Salzburg nicht der Fall sei, wie ein entsprechendes Referendum ergeben habe. Sonderlich sinnvoll erscheint ihm das Salzburg-Projekt daher nicht, umso mehr, als auch keine positiven Auswirkungen für den Tourismus zu erwarten seien, wenn Salzburg zweimal in Folge mit einer Bewerbung scheitere, wie sich das abzeichne.
Die anderen Fraktionen zeigten sich mit dem Beschluss hingegen zufrieden. VP-Sportsprecher Peter Haubner verwies darauf, dass es sich um keine Ausfallshaftung für Risken durch Miss-Management handle. Sie würde nur dann in Kraft treten, wenn die Olympischen Spiele abgesagt würden. Sein SP-Kollege betonte, dass die Gesamtstimmung im Land Salzburg sehr wohl für die Bewerbung sei. Der freiheitliche Mandatar Robert Aspöck sagte unter einigem Ächzen das Ja seiner Fraktion dazu, auch wenn er bezüglich der hohen Haftung Bedenken hat.
Schweitzer hält Budget für "gelungen"
Sportstaatssekretär Karl Schweitzer (B) nannte das Budget an sich gelungen. Allerdings würde er von den Organisatoren noch einige Änderungen bei den Wettkampfstätten wünschen. So hält er es nicht für sonderlich schlau, 48 Millionen Euro in ein Eisstadion in Puch zu investieren, wenn es dort nicht einmal einen Eishockey-Klub gebe. Hier wäre aus seiner Sicht der Standort Zell/See sinnvoller, wo ein Nationalliga-Verein seit Jahren erfolgreich spiele, aber ständig mit seiner Wirkungsstätte zu kämpfen habe. Ebenfalls nicht viel hält Schweitzer vom geplanten Eisring in Salzburg. Hier sollte man die Größe haben, im bayerischen Eisschnelllauf-Zentrum Inzell nachzufragen, ob man nicht dort die international anerkannte Wettkampf-Stätte nützen könnte. (apa/red)
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