Mittwoch, 29. November 2006

Schwarzeneggers Triumph: Wahlsieg bringt neue Amtszeit als Gouverneur Kaliforniens

  • Höhenflug von "Arnie" - Schwere Schlappe für Bush
  • Demokraten erringen Mehrheit in Senat und Kongress

Gegen den landesweiten Trend hat der Republikaner Arnold Schwarzenegger mit großem Vorsprung seinen Posten als Gouverneur von Kalifornien verteidigt. Die Republikaner von Präsident George W. Bush haben bei den Kongresswahlen jedoch eine schwere Niederlage erlitten. Erstmals seit zwölf Jahren konnten die Demokraten Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus erringen.

In einer ersten Reaktion auf die neuen Verhältnisse in Washington ersetzte Bush Verteidigungsminister Donald Rumsfeld durch den früheren CIA-Direktor Robert Gates.

Schwarzenegger galt schon als abgeschrieben, nachdem er bei den Kaliforniern mit mehreren zentralen Anliegen in Volksabstimmungen glatt durchgefallen war. Statt sich geschlagen zu geben, änderte er kurzerhand seinen politischen Kurs und drehte so das Blatt zu seinen Gunsten.

Im Wahlkampf präsentierte sich Schwarzenegger als Gute-Laune-Mann, der über den Parteien steht. Er punktete mit einer offensiven Umwelt-Politik zur Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen und der Aussicht auf ein milliardenschweres Infrastrukturprogramm.

Von Erfolg gekrönt war auch die Strategie des Gouverneurs, sich von dem in Umfragen schwächelnden Präsidenten fernzuhalten. Als Bush Anfang Oktober in Kalifornien war, drückte sich Schwarzenegger vor einem gemeinsamen Auftritt.

"Lasst uns nun anfangen, lasst uns zusammenkommen", kündigte er die Fortsetzung seines erfolgreichen Wegs der Kooperation mit den Demokraten an. Schwarzenegger hat voll in die politische Mitte gezielt - und gewonnen.

(apa/red)

29.11.2006 10:13