Maliki als "starker Führer": US-Präsident Bush stärkt irakischem Premier den Rücken
- Staatschefs sprachen über Sicherheitskräfte im Irak
- Ministerpräsident warnt vor einer Teilung des Landes

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US-Präsident George W. Bush hat die Arbeit des irakischen Ministerpräsidenten Maliki gewürdigt. Maliki sei ein "starker Führer", sagte Bush nach einem gemeinsamen Treffen. Bei dem Gespräch sei es vor allem um eine verbesserte Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte gegangen. Maliki habe zugleich vor einer Teilung des Irak gewarnt. Dadurch würde sich die Gewalt nur noch verschlimmern.
Der unabhängige Expertenausschuss des US-Kongresses zur Irak- Politik schlug unterdessen bereits für 2007 einen phasenweisen Abzug der US-Kampfeinheiten aus dem Irak vor. Die Kommission unter Leitung von Ex-Außenminister Baker werde aber keinen fixen Zeitplan aufstellen. Zwischen 45.000 und 75.000 Soldaten sollen abgezogen werden.
Führende demokratische Politiker im US-Senat hatten Bush aufgefordert, Maliki stärker zur Eindämmung der Gewalt im Land zu drängen. Dem irakischen Ministerpräsidenten müsse der Ernst der Lage klargemacht werden, forderten die Parlamentarier. Die Bewegung des radikalen Schiitenpredigers und Milizführers Muktada al-Sadr hatte sich aus der Regierung Malikis zurückgezogen.
Maliki sagte seinerseits, Bagdad wünsche die Kooperation mit den Nachbarstaaten, ohne den Iran und Syrien ausdrücklich zu nennen. Er sei bereit, mit jedem zusammenzuarbeiten, der für Stabilität im Irak sorgen könne.
Im Irak sind binnen 24 Stunden die Leichen von 86 Menschen gefunden worden. In einem Massengrab in der Nähe von Bakuba, rund 60 Kilometer von Bagdad, wurden 28 Tote entdeckt. In der irakischen Hauptstadt wurden nach Angaben irakischer Sicherheitskräfte binnen eines Tages 58 weitere Leichen gefunden. (apa)
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