Fall Litwinenko: Polonium-Spuren auch
in Beresowski-Büro in London entdeckt
- Auch russischer Milliardär ein Gegner Putins
- PLUS: Fall Litwinenko sorgt in London für Unruhe
·Fall Litwinenko sorgt in London für Unruhe
Angst vor Verstrahlung: 3
Personen in Spezialklinik
·Litwinenko-Tod: Druck auf Putin wächst
Geheimdienst: "Staatlich gefördertes Attentat"
·Spion vergiftet: Hilfe von Moskau gefordert
Russlands Medien glauben an Komplott gegen Putin
·Wortlaut: Abschieds- Brief von Litwinenko
Vergifteter Ex-Geheim-Agent klagt Putin an
·Polonium in kleinen Dosen extrem giftig
Seltenes radioaktives Material sehr energiereich
·Russland: Inlands- geheimdienst FSB
Nach Auflösung des KGB
wichtigste Organisation
Bei den Ermittlungen zum Tod des russischen Geheimagenten und Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko sind auch in einem Londoner Büro des russischen Milliardärs Boris Beresowski Spuren einer radioaktiven Substanz entdeckt worden. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, Polonium 210 sei in einem Gebäude in der Grosvenor Street im Stadtteil Mayfair sowie in einem Bürogebäude in der Down Street im Westen Londons gefunden worden.
Litwinenkos Freund Alexander Goldfarb bestätigte, dass es sich bei dem Gebäude in der Down Street um das Büro von Beresowski handelt, einem im Londoner Exil lebenden Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete, in dem Gebäude in der Down Street befinde sich das Büro der privaten Sicherheitsfirma Erinys.
Spuren des radioaktiven Polonium 210 waren auch in Litwinenkos Körper nachgewiesen worden. Litwinenko war am Donnerstag unter mysteriösen Umständen gestorben. In einem Abschiedsbrief hatte er Putin direkt beschuldigt, für seinen Tod verantwortlich zu sein.
(apa)
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