"Versöhnung zwischen den Kirchen": Papst Benedikt XVI. ermutigt türkische Christehn
- Messe in Ephesus & ökumenisches Treffen in Istanbul
- PLUS: Alle BILDER zur Türkei-Reise des Papstes
·BILDER: Benedikts Mission in der Türkei!
KLICKEN: Alle Bilder des brisanten Papst-Besuches
·PRESSESTIMMEN: Papst in der Türkei!
"Europa ist einen Gang zum Flughafen wert"
·Papst Benedikt XVI. besucht die Türkei!
Tag 1: Heiliger Vater ist um Versöhnung bemüht
·Papst in Türkei ganz auf Versöhnungskurs
Gemeinsamkeiten mit Muslimen in Rede betont
·Papst: Programm der Reise in die Türkei
Alle Stationen: Ankara, Ephesus und Istanbul
·Papst: Wirkung des Mohammed-Zitats
"Absicht war Zurück-weisung von Gewalt"
·Bartholomaios I.:
Porträt des Herrschers
Ökumenischer Patriarch
gestärkt durch Papst
·Stichwort: Spitze der orthodoxen Kirche
Ökumenischer Patriarch
von Konstantinopel
·Orthodoxe Religion:
Geschichte der Kirche
Verwaltung erfolgt über autonome Zentren

Mit einer Botschaft der Ermutigung hat sich Papst Benedikt XVI. am zweiten Tag seiner Türkei-Reise an die Gläubigen gewandt. Er wolle der christlichen Gemeinschaft in der Türkei seine Liebe und Nähe übermitteln, betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einer Messe nahe der antiken Stadt Ephesus. Bei einem Treffen mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. in Istanbul legte Benedikt ein Bekenntnis zur Aussöhnung Roms mit den orthodoxen Ostkirchen ab.
Rund 1000 Jahre nach der Kirchenspaltung (Schisma) müsse der Weg zur "Versöhnung und zum Frieden zwischen den Kirchen" beschritten werden, sagte Benedikt. Als Ziel nannte er eine "vollständige Einheit von Katholiken und Orthodoxen". Die Annäherung zwischen Rom und den Ostkirchen ist eines der Hauptanliegen des deutschen Papstes. In Ephesus war der Papst erneut auf die Probleme der Christen im Land eingegangen. "Heute sind die Christen in der Türkei eine kleine Minderheit, die jeden Tag viele Herausforderungen und Schwierigkeiten erleben", meinte Benedikt.
Messe in Ephesus
Am zweiten Tag seiner Türkeireise hatte der Papst bei einer Messe in der antiken Stadt Ephesus zu Frieden und Versöhnung zwischen Christen, Juden und Muslimen im Nahen Osten aufgerufen. "Wir brauchen alle diesen universellen Frieden", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Gerade die Türkei sei "eine natürliche Brücke" zwischen den Kontinenten. "Lasst uns daher von diesem Ort zu Frieden und Versöhnung für all diejenigen bitten, die in der Region leben, die Christen, Juden und Muslime als das Heilige Land betrachten."
Zugleich erinnerte der Papst vor einigen hundert Katholiken, die sich auf dem kleinen, mit Blumen und Palmwedeln geschmückten Platz am "Marienhaus" von Ephesus versammelt hatten, an die einst große und einflussreiche christliche Gemeinde, die dort in der Antike lebte. Nach kirchlicher Überlieferung verbrachte die Jesus-Mutter Maria ihre letzten Lebensjahre in Ephesus.
Öffentlichkeit angenehm überrascht
Angenehm überrascht reagierte die türkische Öffentlichkeit auf das betont versöhnliche Auftreten Benedikts, dessen erste Reise in ein islamisches Land im Vorfeld als politisch schwierig gewertet worden war. "Die Sorgen waren unnütz, der Papst-Besuch hat sehr gut begonnen", lautete der Tenor. Benedikt habe eine "Botschaft des Friedens" ausgesendet und "zum Dialog aufgerufen".
Als "Überraschung" werteten die Zeitungen, dass sich Benedikt, der bisher im Ruf eines Türkei-Gegners stand, für einen türkischen EU-Beitritt ausgesprochen habe. Aufmerksam registrierten die Zeitungen, dass Benedikt das Kreuz am Hals nicht offen trug, als er bei der Ankunft in Ankara aus dem Flugzeug stieg. Nach seiner Rede über Islam und Gewalt war dem Papst in der Türkei eine "Kreuzfahrermentalität" vorgeworfen worden.
(apa)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
