NATO-Gipfel in Riga: Präsident Bush lehnt Truppen-Rückzug aus Irak kategorisch ab
- Bündnis sucht nach Lösung für Krise in Afghanistan
- Merkel-Absage: Keine Soldaten nach Südafghanistan
·NATO: Die mächtigste
Militärallianz der Welt
26 Mitgliedstaaten und vier Millionen Soldaten
·NATO in Zahlen
GRAFIK: Fast 4 Millionen Soldaten unter Waffen
US-Präsident George W. Bush hat Forderungen nach einem schnellen Abzug der US-Truppen aus dem Irak zurückgewiesen. "Ich werde die Truppen nicht vom Schlachtfeld holen, bevor die Mission beendet ist", sagte Bush vor einem NATO-Gipfel in der lettischen Hauptstadt Riga.
Bush deutete aber einen möglichen Kurswechsel in Irak an: "Wir werden die notwendigen Änderungen vornehmen, um Erfolg zu haben", sagte er. Eine überparteiliche Kommission unter Leitung von Ex-Außenminister James Baker bereitet derzeit für Bush Empfehlungen für eine Neuausrichtung der Irak-Politik vor.
Das Verteidigungsbündnis NATO sucht bei dem Gipfeltreffen nach einer Lösung für Afghanistan. NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer will bei den Staats- und Regierungschefs der 26 Bündnispartner um mehr Truppen für den heftig umkämpften Süden des Landes werben. Die von der NATO geführte Internationale Schutztruppe für Afghanistan umfasst derzeit rund 32.000 Mann aus 37 Ländern.
Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Gipfel wiederholt deutlich gemacht, dass sie keine Soldaten nach Südafghanistan schicken will. Zudem geht es bei dem Gipfel um die künftige Rolle der NATO, etwa im internationalen Kampf gegen den Terrorismus.
(apa/red)
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