Wetter spielt verrückt: Herbst 2006 glänzte mit Wärmerekorden und viel Sonnenschein!
- Spitzenreiter: 33,7 Grad Anfang September in Villach
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So ein Abschied fällt vielen schwer: Mit 30. November ging der in großen Teilen Österreichs wärmste Herbst seit Beginn regelmäßiger meteorologischer Messungen zu Ende. Etliche Temperaturrekorde und überdurchschnittlich viel Sonnenschein bescheinigen ihm die Statistiken der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
Einzig Anfang November gab es einen Kaltlufteinbruch, "der aber nur drei bis fünf deutlich zu kalte Tage mit sich brachte", bilanzierte ZAMG-Klimatologe Helmut Derka. "Sehr häufig waren dagegen warme Hochdruck- und Südwestwetterlagen." Nach drei derart milden Monaten steht fest: In weiten Teilen Österreichs darf man von einem Rekordherbst 2006 sprechen, dessen Temperaturmittelwerte verbreitet 1,5 bis 2,5 Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt liegen.
33,7 Grad in Villach
Der Süden - Graz und Klagenfurt - ausgenommen, war dieser Herbst weit wärmer als je zuvor. Die höchste Temperatur wurde am 4. September mit 33,7 Grad in Villach erreicht. Minus 9,5 Grad am 5. November aus Seefeld war der tiefste Wert.
Viel Sonne: Die meisten Sonnenstunden gab es in Graz (557), die wenigsten in Bregenz (439). Auch diese beiden Extreme zeigen, wie sonnig der Herbst verlaufen ist: Normal scheint in Graz 413 Stunden die Herbstsonne, in Bregenz sind es 337 Stunden. Wien liegt mit 533 Sonnenstunden (144 Prozent von normal 371) knapp hinter der Spitze.
Wenig Niederschlag
Wenig Regen, praktisch kein Schnee: Nur im November wurde in kleineren Teilen des Landes mehr Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt gemessen. Besonders im Süden und Osten, aber auch in Teilen Nordtirols sowie im Mühl- und Waldviertel fielen nur 40 bis 80 Prozent der Normalmengen, im Nordosten Niederösterreichs sogar weniger als 40 Prozent. Im übrigen Österreich vom Bodensee ostwärts bis zum Schneeberg entsprachen die Niederschlagsmengen annähernd den Normalwerten.
Wärmster November überhaupt
Der letzte Herbstmonat November war in Orten mit langen Messreihen nicht der wärmste seit Messbeginn, aber ebenfalls "weit übernormal temperierter". In ganz Österreich lagen die Monatsmittel der Lufttemperatur ein bis etwa drei Grad über dem Durchschnitt. Nach einem milden Allerheiligentag schien zunächst der Winter sehr frühzeitig bis in die Niederungen einzuziehen, das war aber nur eine kurze Episode. In der letzten Dekade war es in Westösterreich im Tagesmittel sogar um bis zu zehn Grad wärmer als sonst.
Außergewöhnlich warm war es gegen Monatsende durch Zufuhr nordafrikanischer Warmluft und Föhn vor allem im äußersten Westen. Dadurch wurde der absolute Höchstwert erst am 25. November mit 22,7 Grad in Feldkirch gemessen. "Dieser Wert war dort in der letzten Novemberwoche zuvor noch nie erreicht worden", sagte Derka. (apa/red)
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