Wind in der Lobau wird rauer: Asfinag prüft Schadenersatzforderungen für Ausfälle
- Ungenutzte Maschinen kosten bis 9.000 täglich
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·Weiter Pattsituation in der Wiener Lobau
Häupl gegen Gespräche. PLUS: Besetzungs-Bilder
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Grüne Bundesspitze fand sich bei Besetzern ein
·Stichwort: Wiener
Nordost-Umfahrung
Schnellstraße unter Lobau
& Donau kostet 1,6 Mrd

Die Asfinag hat angekündigt, von Juristen prüfen zu lassen, gegen wen sie Schadensersatzforderungen für die Kosten stellen kann, die ihr durch die Blockade der Bohrgeräte in der Lobau entstehen. Die Mitarbeiter an Ort und Stelle und die stillstehenden Arbeitsgeräte würden sein Unternehmen bis zu 9.000 Euro täglich kosten, so Projektleiter Christian Honeger. Belangt werden könnte sogar die Stadt Wien.
Geprüft werden demnach nicht nur Forderungen gegen die Umweltaktivisten. Auch die Chancen, Ansprüche gegen Stadt Wien als Grundeigentümerin oder auch gegen das Forstamt geltend zu machen, werden ausgelotet. Dies alles ließe sich derzeit weder ausschließen noch bestätigen, so Honeger. Die Frage müsse mit den Juristen geklärt werden. Zu dieser Maßnahme sei man schon allein deshalb verpflichtet, weil die Asfinag regelmäßig vom Rechnungshof geprüft werde.
Derzeit werden die Mitarbeiter in der Lobau auf Wachmannschaften reduziert. Man gehe nicht mehr davon aus, in unmittelbarer Zukunft mit den Bohrungen beginnen zu können, so Honeger: "Da hat sich die Gegenseite sehr klar ausgedrückt."
Abzug kommt nicht in Frage
Ein Abziehen der beiden aufgestellten Bohrgeräte käme allerdings auch nicht in Frage: "Das ist kein Leihauto, das man sich einfach ausborgt." Man müsse bei diesen Maschinen langfristig planen. Mit dem dritten Gerät werde man in nächster Zeit aber auch keinen weiteren Zufahrtsversuch unternehmen - bisher hatten die Demonstranten hier die Zufahrt von Norden aus immer verhindert.
In der kommenden Woche lädt die Asfinag die angrenzenden Bürgermeister aus dem Marchfeld und Vertreter der Stadt Wien zu einem Arbeitsgespräch. Dabei wolle man die derzeitige Situation erläutern, so Honegger.
Am Donnerstag wollen die Umweltaktivisten ihre Sicht der Dinge präsentieren. Sie haben zu einem Pressegespräch in unmittelbarer Nähe des Wiener Rathauses geladen. (apa)
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