Mittwoch, 29. November 2006

11.000 Anrufe in sechs Monaten: Besonders krasser Fall von Telefon-Stalking in Kärnten

  • 37-Jährige soll Opfer zu Sex aufgefordert haben
  • Drohte via Wertkartenhandy auch mit Umbringen

Einen besonders krassen Fall von Stalking haben jetzt Beamte des Kärntner Landeskriminalamtes aufdeckt: Eine 37- Jährige soll innerhalb eines halben Jahres insgesamt 11.000 Telefonanrufe getätigt haben, wobei sie ihre Opfer zu perversen sexuellen Handlungen aufforderte oder mit dem Umbringen bedrohte. In der Wohnung der Frau wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Wie die Polizei bekannt gab, verwendete die aus dem Mölltal (Bezirk Spittal/Drau) stammende Frau für ihre Anrufe ein nicht registriertes Wertkartenhandy, weshalb es sehr schwer gewesen sei, ihr auf die Schliche zu kommen. Ihre Opfer waren über ganz Österreich verstreut, es gab eine Reihe von Anzeigen.

Die Betroffenen gaben an, jeweils über einen längeren Zeitraum und zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die Drohanrufe massivem Stalking ausgesetzt gewesen zu sein. Unter den Opfern befanden sich nicht nur Erwachsene beiderlei Geschlechtes, sondern auch Kinder, die von der Kärntnerin ebenfalls bedroht und zu sexuellen Handlungen aufgefordert worden sein sollen.

Zuvor wurde bei der 37-Jährigen von Kriminalbeamten und Angehörigen des Polizeiinspektion Kolbnitz eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden nicht nur das Handy, sondern auch schriftliche Aufzeichnungen über die Gespräche mit Opfern gefunden. Trotzdem leugnete die Frau bisher ihre Taten, die sie zwischen dem 27. März und dem 27.September begangen haben soll. (APA)

29.11.2006 10:16